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Haftbefehle gegen mutmaßliche Raser von Hagen

Unfälle Haftbefehle gegen mutmaßliche Raser von Hagen

Gegen die beiden mutmaßlichen Raser eines illegalen Autorennens in Hagen wurde Haftbefehl erlassen. Weiterhin besteht große Sorge um einen sechsjährigen Jungen, der bei dem durch das Rennen verursachten Unfall schwer verletzt wurde.

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Rettungskräfte untersuchen den Unfallort in Hagen.

Quelle: Alex Talash

Hagen. Nach dem schweren Unfall bei einem illegalen Autorennen in Hagen schwebt ein sechs Jahre alter Junge nach wie vor in Lebensgefahr. Sein Zustand sei stabil, aber unverändert, sagte ein Sprecher der Polizei. Gegen die beiden Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

Der Junge hatte mit seiner elfjährigen Schwester und seiner Mutter in einem Wagen gesessen, als am Donnerstagabend ein mutmaßlicher Raser plötzlich auf ihre Fahrbahn geschossen war und einen Frontalzusammenstoß verursacht hatte.

Die Polizei wirft dem 46-jährigen Fahrer vor, sich mit einem 33 Jahre alten Mann ein illegales Rennen geliefert zu haben. Schwester und Mutter des Sechsjährigen sowie der Fahrer eines weiteren Wagens wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der 46-Jährige brach sich bei der Kollision ein Bein. Der an dem Rennen beteiligte 33-Jährige flüchtete zunächst, stellte sich aber später der Polizei.

Der Unfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Hagener Polizeipräsidiums. Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli sagte am Samstag, für die mutmaßlichen Raser komme "die Verhängung von Freiheitsstrafen in Betracht".

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert ein härteres Vorgehen der Justiz gegen Raser. Auf die Frage, wo die Entschlossenheit der Justiz bleibe, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek den "Ruhr Nachrichten" (Dortmund): "Solche illegalen Rennen stellen eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Das ist nicht hinnehmbar und muss strenger bestraft werden. Jemand, der bei einem solchen Wahnsinn einen Menschen tötet, darf nicht als freier Mann mit einer Bewährungsstrafe aus dem Gerichtssaal gehen." Sonst bestehe eine noch höhere Wiederholungsgefahr. "Die Gerichte müssen ein deutliches Signal setzen", forderte Radek.

In einem Prozess um den Tod einer Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln waren kürzlich zwei junge Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Mit dem Urteil war das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft geblieben.

dpa

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