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Der Schüchterne vor dem Millionenpublikum

The Voice of Germany Der Schüchterne vor dem Millionenpublikum

Der Potsdamer Jonny Lee Möller hat es in die Hauptrunde von „The Voice of Germany“ geschafft. An diesem Freitag muss er sich seinem Coach Rea Garvey mit einem britischen Popsong stellen – dabei fand Garvey, dass Möllers Englisch noch verbesserungswürdig ist.

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Jonny Lee Möller sang bislang nur im Chor, jetzt will er „The Voice of Germany“ werden.

Quelle: Foto: Christel Köster

Potsdam. Das Zeug zu einem Superstar hat Jonny Lee Möller auf den ersten Blick. Der ungewöhnliche Name weckt Interesse, das Lächeln nimmt ein und vor allem seine weiche Stimme klingt hervorragend. Das hat der 18-jährige Potsdamer bereits in der ersten Runde der Casting-Fernsehshow „The Voice of Germany“ unter Beweis gestellt. Vergangene Woche wollten alle Jurymitglieder den jungen Mann in ihr Kandidatenteam aufnehmen, nachdem er die Ballade „When Susannah Cries“ gesungen hatte.

Rea Garvey – einst harter Kritiker, jetzt Mentor von Jonny Lee

„Ich durfte mir das Lied zwar nicht selbst aussuchen, aber diese Ballade passt zu meinem Repertoire. Ich bin am besten, wenn ich Gefühle zeigen kann“, sagt Möller. Er entschied sich für den Rockmusiker Rea Garvey als Coach, der nach dem Casting eigentlich sein härtester Kritiker war, seine englische Aussprache bemängelte. „Er ist sehr ehrlich!“, sagt Möller über seinen neuen Mentor. Bei den Proben für die zweite Runde der Sendung gab es schon mal Anschauzer für leichte Textschwierigkeiten oder nötige Arbeit an der Stimme, mit der das Potsdamer Talent in den höchsten Tönen manchmal daneben lag, erzählt Möller.

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Der 18-jährige Potsdamer Jonny Lee Möller hat es in der Casting-Show „The Voice of Germany“ in die nächste Runde geschafft. Wird er einer der erfolgreichsten Kandidaten? Den passenden Rockstar-Namen bringt er schon mal mit. Am Freitagabend muss sich der smarte Fensterputzer mit der sanften Stimme erneut beweisen.

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Jonny Lee macht eine Ausbildung zum Glas- und Gebäudereiniger

Schon seit seiner Schulzeit an der Pierre-de-Coubertin-Schule am Stern hat Möller das Singen gelernt. Seine größten Auftritte waren aber bisher die Weihnachtskonzerte im Chor. Doch seine Gesangslehrerin hatte sein Potenzial schon vorher erkannt und ihn besonders gefördert. „Wir haben nach der Show telefoniert und sie hat geweint“, sagt Möller, „dabei mussten mich Freunde und meine Freundin Lena erst zum Casting überreden. Ich war immer der Schüchterne und habe nicht vor anderen gesungen.“

Jonny Lee wirkt trotz des Erfolgs in der ersten Runde ganz bescheiden. Derzeit wird er zum Glas- und Gebäudereiniger ausgebildet. Seine Freizeit gönnt er seinem Hund Samy, seinem Motorroller und seiner Freundin, die ihn zu den Shows begleitet. Seit den ersten Aufnahmen für die Show im September singt er aber nicht mehr nur im Chor und Kämmerlein: „Ich gehe jetzt auch in Karaoke-Bars“.

Der Potsdamer wird ein Lied von Jess Glynne singen

An diesem Freitag kommt die nächste Hürde einer möglichen Musikkarriere auf ihn zu: Im Trio mit zwei Konkurrentinnen wird er einen Song der britischen Sängerin Jess Glynne singen. „Das Lied ist nicht mein Stil, es ist keine Ballade und ich kann vor allem dann gut singen, wenn ich Gefühl zeigen kann. Der Song ist peppiger und hat auch zuerst zu keinem von uns dreien gepasst, aber jetzt sind wir damit ein echtes Harmonieteam geworden.“

„Wenn ich nicht weiterkomme, nehme ich trotzdem die Erfahrungen mit und auch das Gefühl vor Tausenden von Menschen gesungen zu haben“, sagt Möller. Auch sein gewachsenes Selbstbewusstsein zeigt sich bereits: „Ich weiß, das man nicht rausfliegt, weil man schlecht gesungen hat.“ So oder so wird er die Musik nicht aufgeben. Auf der Videoplattform Youtube soll schon bald ein eigener Kanal entstehen. Auch ein Bandprojekt für das er vor Jahren noch zu schüchtern war, kann er sich mittlerweile vorstellen. „Jetzt traue ich mir das auf jeden Fall zu und habe das Durchhaltevermögen“, sagt Jonny Lee Möller. Egal ob er bis ins Finale kommt oder an diesem Abend sein vorerst letzter großer Fernsehauftritt zu sehen ist - Potsdamer können ihn als Solisten beim Weihnachtskonzert seiner früheren Schule am 20. Dezember in der Kirche am Kirchsteigfeld erleben.

Von Peter Degener

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