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Massenrausch war wohl therapeutisches Drogenexperiment

Notfälle Massenrausch war wohl therapeutisches Drogenexperiment

Der Massenrausch bei einem Heilpraktikertreffen südlich von Hamburg Anfang September ist vermutlich gezielt herbeigeführt worden. Es handelte sich nach neuen Erkenntnissen um ein therapeutisches Drogenexperiment.

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Teilnehmer mussten mit Wahnvorstellungen, Krämpfen, Luftnot und Herzrasen in Krankenhäuser gebracht werden.

Quelle: Christian Butt/Archiv

Handeloh. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur befassen sich die Organisatoren der Veranstaltung vom 4. September in Handeloh - eine Heilpraktikerin und ein Psychologe aus dem Raum Aachen - mit sogenannter Psycholyse. Dabei soll mit Hilfe von Drogen eine Art Bewusstseinserweiterung erreicht werden.

Wiederholt kam es dabei zu schweren Zwischenfällen, so verlief im März 2009 eine solche Sitzung in Berlin für zwei Teilnehmer tödlich.

In der vergangenen Woche hatte bereits der Schweizer "Tages-Anzeiger" berichtet, dass der Organisator ein enger Vertrauter des Schweizer Therapeuten Samuel Widmer sei, auch deutsche Medien hatten über einen möglichen Psycholyse-Zusammenhang berichtet.

Widmers "Kirschblütengemeinschaft" wird von der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche als "problematisch" eingestuft, Kritiker sprechen von einer Sekte.

Die Geschäftsführerin des Tagungszentrums in Handeloh hat sich von den Veranstaltern des Seminars distanziert. Die Teilnehmer mussten mit Wahnvorstellungen, Krämpfen, Luftnot und Herzrasen in Krankenhäuser gebracht werden.

dpa

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