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Mehrere Tote und Verletzte bei Zugunglück in Spanien

Unfälle Mehrere Tote und Verletzte bei Zugunglück in Spanien

In Galicien entgleist ein Zug und prallt mit voller Wucht gegen einen Pfahl. Augenzeugen berichten von dichten Rauchwolken. Es gibt Tote und Verletzte. Und es ist es nicht das erste schwere Unglück in der Region.

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Sanitäter und Helfer kümmern sich um die Verletzten. Foto: Salvador Sas

Pontevedra. Drei Jahre nach dem schweren Zugunglück bei Santiago de Compostela mit 80 Toten ist in der spanischen Region Galicien erneut ein Zug entgleist. Das neue Unglück forderte Behördenangaben zufolge vier Todesopfer und Dutzende Verletzte.

Der stellvertretende Bürgermeister des Ortes O Porriño, wo sich der Unfall am Morgen ereignete, sprach im Fernsehen von fast 50 Verletzten. Einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte seien auch mit einem Hubschrauber im Einsatz gewesen, um die Verletzten in Krankenhäuser zu bringen, schrieb die Zeitung "El Mundo".

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Der Zug prallte nach dem Entgleisen gegen eine Brücke.

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Der Zug, der der staatlichen portugiesischen Bahngesellschaft Comboios gehörte, war von der spanischen Hafenstadt Vigo in Galicien aus unterwegs nach Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals. Unter den Opfern ist auch der portugiesische Lokführer.

Ein Augenzeuge sagte dem TV-Sender Antena 3, der Zug sei sehr schnell gefahren. "El Mundo" berichtete, er stamme aus den 80er Jahren und habe eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern gehabt. Plötzlich habe es einen ohrenbetäubenden Knall gegeben, so der 65-jährige Augenzeuge, der an einer Bahnschranke wartete: "Es gab eine Explosion und dann stieg eine riesige Rauchwolke auf. Man konnte nichts mehr sehen." Viele Menschen seien sofort zum Zug gelaufen, um den Passagieren zu helfen.

Fotos zeigten die völlig zerstörten Trümmer des ersten Waggons, der offenbar gegen einen Laternenmast geprallt war. Im Hintergrund ist eine Steinbrücke zu sehen. Ob der Zug diese ebenfalls rammte, war unklar.

Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Unglücksursache ein. Möglicherweise habe es auf der Strecke Arbeiten gegeben, zitierten Medien die Stadtverwaltung von O Porriño. Die Daten der aus den Trümmern geborgenen Blackbox sollten bei der Klärung der Hintergründe helfen, so die Ermittler.

Ein Sprecher des spanischen Bahnbetreibers Renfe sagte der Deutschen Presse-Agentur, es seien etwa 60 Menschen in dem Zug gewesen. Renfe und der Schienennetzbetreiber Adif sprachen den Angehörigen der Opfer über den Kurznachrichtendienst Twitter ihr Beileid aus.

Erst vor drei Jahren hatte sich ebenfalls in Galicien ein verheerendes Zugunglück ereignet. Am 24. Juli 2013 war ein Schnellzug in Angrois bei Santiago de Compostela mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve gefahren und entgleist. Neben 80 Todesopfern gab es damals auch 144 Verletzte.

dpa

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