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Mörder bohren sich Weg aus US-Gefängnis

Kriminalität Mörder bohren sich Weg aus US-Gefängnis

Es ist eine Flucht wie aus einem Hollywood-Drehbuch: Mit Elektrowerkzeugen haben sich zwei verurteilte Mörder in einem US-Hochsicherheitsgefängnis den Weg ins Freie gebohrt und geschnitten.

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Der eine Häftling hat einen Mann zu Tode geprügelt, der andere einen Polizisten erschossen. Foto: New York State Police

New York. Im Bett ihrer Zellen legten sie Sweatshirts so hin, als wären sie da und würden schlafen. Die beiden 48 und 34 Jahre alten Männer ließen sogar eine Botschaft zurück: Einen Zettel mit einem frech aussehenden Smiley und der Zeile: "Habt einen schönen Tag."

Nach den Flüchtigen wurde am Sonntag noch mit einem Großaufgebot von mehreren Hundert Polizisten gefahndet. Unterstützt wurden sie von Hubschraubern und Spürhunden. Die Polizei warnte, die Männer seien extrem gefährlich.

Die Häftlinge verbüßten in der Clinton Correction Facility in Dannemora (Bundesstaat New York) nahe der kanadischen Grenze lebenslange Haftstrafen. Der eine hatte einen Mann zu Tode geprügelt, der andere einen Polizisten erschossen. Ihre Zellen lagen nebeneinander.

Wie die "New York Times" unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete, entdeckten Wärter die Flucht am frühen Samstagmorgen, nachdem das Fehlen der Gefangenen während mehrerer nächtlicher Rundgänge nicht bemerkt worden war. Die Männer hätten ein Loch durch die Stahlwand an der Rückseite ihrer Zellen gebohrt und sich dann den Weg durch einen Kanalschacht und ein Gewirr von Leitungsrohren und Tunneln gebahnt. Schließlich seien sie durch einen Gully-Deckel auf einer Straße ins Freie geklettert.

Wie die Häftlinge an die Werkzeuge kamen, blieb zunächst ein Rätsel. Der Polizei zufolge stammten diese nicht aus dem Gefängnisarsenal. Es werde nun untersucht, ob die Häftlinge während Bauarbeiten an der Haftanstalt an sie herangekommen seien. Der Gouverneur des Staates New York, Mario Cuomo, der sich vor Ort über den Fluchtweg informierte, sprach von einer "außergewöhnlichen Operation" der beiden Männer. Er postete ein Foto auf Twitter, das ein großes Loch in der Wand der Zellen zeigt.

Nach Angaben der Gefängnisleitung war es der erste Ausbruch aus der 1865 gebauten Hochsicherheitsanstalt. Dort sitzen etwa 3000 Männer hinter Gittern.

dpa

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