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Nach der Hitzewelle - vor der nächsten Hitze?

Wetter Nach der Hitzewelle - vor der nächsten Hitze?

Schauer und Gewitter haben Deutschland erst einmal kräftig heruntergekühlt - die große Hitze könnte aber noch einmal zurückkommen. "Eine neue Hitzwelle ist denkbar", sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

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Eine große Gewitterzelle am Himmel über Brandenburg. Die große Hitze ist nun vorerst vorbei.

Quelle: Patrick Pleul

Offenbach. In den kommenden Tagen erwartet der DWD zwar erstmal Gewitter an vielen Orten in Deutschland. Ende August, Anfang September könnten aber erneut Höchstwerte von mehr als 30 Grad erreicht werden.

Außergewöhnlich wäre das nicht: So wurden am 20. August 1974 in Dresden schon einmal 39,8 Grad gemessen. "Selbst wenn solche hohen Temperaturen diesmal nicht auf dem Zettel stehen, werden wir uns wahrscheinlich im Bereich der heißen Tage bewegen", sagte Trippler. Im September könnte ebenfalls die 30-Grad-Marke geknackt werden.

Die Gewitter brachten in Deutschland in den vergangenen Tagen etwa zehn Grad niedrigere Temperaturen und dazu Unfälle und schwere Schäden etwa durch Blitzeinschläge.

Auch in vielen Teilen Italiens vermiesten Sturm und Gewitter Feriengästen das Wochenende. In Polen verursachte ein Gewittersturm in der Nacht schwere Schäden, riss Bäume um und deckte Dächer ab. Rund 130 000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom.

Im Großraum Stuttgart regnete es von Freitag auf Samstag so stark wie in den vergangenen fünf bis zehn Jahren nicht mehr. Allein in einer Stunde fiel mehr Regen als sonst im ganzen Monat.

In Sachsen überschlug sich auf der A4 bei Zwickau ein Auto wegen Aquaplanings: ein 47-Jähriger starb, seine Frau (43) und seine Tochter (17) wurden als Mitfahrer schwer verletzt. Der Mann war nach ersten Angaben zu schnell unterwegs. Im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt brannten vermutlich wegen eines eingeschlagenen Blitzes rund 1000 Strohballen.

In mehreren Bundesländern setzten Blitze Dächer in Brand. Eine Frau wurde in Laupheim (Baden-Württemberg) durch einen Stromschlag verletzt, weil sie ihre Hand am Fenster hatte, als der Blitz einschlug.

Der Regen setze sich in vielen Teilen Deutschlands fort. Dennoch sei der Wasserbedarf aber nach der langen Trockenheit weiter hoch, sagte ein DWD-Meteorologe in München: "Das Niederschlagsdefizit kann so schnell nicht ausgeglichen werden."

Für weite Teile Westfalens warnte der DWD vor ergiebigem Dauerregen. Für einige Kreise gilt sogar die höchste Warnstufe. Bis Montag können demnach in diesen Regionen zwischen 80 und 120 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Es könne zu Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen kommen.

Auch in den meisten anderen Regionen Deutschlands bestimmen in den kommenden Tagen erst einmal weiterhin Gewitter und Schauer das Wetter. Bei den Temperaturen präsentiert Deutschland sich bis zur Wochenmitte zweigeteilt. Während die Werte im Südwesten auf bis zu 17 Grad sinken, steigen sie im Nordosten auf bis zu 28 Grad.

dpa

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