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Nächtliche Schüsse in Bayreuth: Drei Tote bei Beziehungsdrama

Kriminalität Nächtliche Schüsse in Bayreuth: Drei Tote bei Beziehungsdrama

Vermutlich aus Eifersucht hat in Bayreuth ein Mann seine Ex, deren Vater und sich selbst erschossen. Der neue Freund der Frau überlebte das blutige Drama schwer verletzt. Der Todesschütze war Jäger.

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Beamte der Spurensicherung beim Einsatz in Bayreuth.

Quelle: Nicolas Armer

Bayreuth. Blutiger vierter Adventsabend in Nordbayern: Bei einem tödlichen Eifersuchtsdrama sind in der Nacht zum Montag in Bayreuth drei Menschen ums Leben gekommen.

"Die bisherigen Vernehmungen und die Erkenntnisse vom Tatort lassen den Schluss zu, dass es sich um eine Beziehungstat gehandelt hat", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Nach stundenlangen Ermittlungen zeichneten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag "ein wahrscheinliches Bild" des Tatablaufs: Demzufolge erschoss ein 41 Jahre alter Jäger am Sonntagabend seine acht Jahre jüngere Ex-Freundin, deren Vater und dann sich selbst mitten auf der Straße.

Auch auf den neuen Freund der Frau schoss der 41-Jährige demnach. "Er wurde im Bereich des Gesichts getroffen", sagte der zuständige Staatsanwalt. Der 32-Jährige konnte trotz seiner Verletzung flüchten und überlebte das Beziehungsdrama schwer verletzt. Die Polizei fand ihn in einer Nebenstraße. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und konnte bereits zu dem blutigen Adventsabend befragt werden.

Nachbarn hatten am Sonntagabend die Schüsse vor dem Haus des Vaters gehört und Alarm geschlagen. Sofort machten sich die Beamten sowie Rettungskräfte mit einem Großaufgebot auf dem Weg zum Tatort. Dort fanden sie auf der Straße des ruhigen Wohnviertels St. Johannis die drei Leichen. Sie sollen den Angaben zufolge zwischen parkenden Autos gelegen haben. Für die 33-Jährige, den 65-Jährigen und den mutmaßlichen Täter kam jede Hilfe zu spät.

Zum konkreten Motiv konnte der Staatsanwalt noch keine genauen Angaben machen. "Dazu müssen erst weitere Zeugen befragt werden", sagte er. Zeitungsberichten zufolge soll sich das Paar erst vor zwei Wochen getrennt haben.

Der 41-Jährige stammte aus dem Landkreis Bayreuth. Als Jäger besaß er die Tatwaffe, eine Pistole der Marke Ceska, legal. Weitere Angaben zu dem Täter und seiner Ex-Freundin, etwa zu der Frage, ob die beiden gemeinsame Kinder hatten und ob der mutmaßliche Täter vorbestraft war, wollte die Polizei auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht machen.

Die Spurensicherung war bis zum frühen Montagmorgen am Tatort. Sie fand Einschusslöcher in zwei Fahrzeugen. Zudem durchsuchten die Ermittler weitere Wohnungen und vernahmen Zeugen. Außerdem wurde die gerichtsmedizinische Untersuchung der Leichen angeordnet. "Die Obduktion wird aus unserer Sicht aber wahrscheinlich kein überraschendes Ergebnis liefern", sagte der Polizeisprecher.

dpa

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