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Prügeltod von 17-Jährigem: Polizei fasst Hauptverdächtigen

Kriminalität Prügeltod von 17-Jährigem: Polizei fasst Hauptverdächtigen

Der Tod von Niklas hat nicht nur Bonn aufgewühlt. Der 17-Jährige ist nach einem Konzertbesuch von jungen Männern so schwer verprügelt worden, dass er starb. Nun gibt es einen Hauptverdächtigen.

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Blumen und Kerzen am Tatort in Bonner Stadtteil Bad Godesberg.

Quelle: Caroline Seidel

Bonn. Nach der tödlichen Prügelattacke auf den 17 Jahre alten Niklas in Bonn hat die Polizei den mutmaßlichen Haupttäter festgenommen. Es handele sich um einen 20-Jährigen, erklärten die Ermittler.

Er sei heute von Teams der Mordkommission im Bonner Stadtteil Bad Godesberg vorläufig festgenommen worden. Zu den Details wollten sich die Polizisten zunächst nicht äußern. Die Fahndung nach weiteren Tatbeteiligten laufe weiter. Am Mittwoch soll auf einer Pressekonferenz der Ermittlungsstand erläutert werden.

Niklas war in der Nacht zum Freitag vergangener Woche im Krankenhaus gestorben. Eine Woche zuvor war er von einer Gruppe junger Männer in Bad Godesberg verprügelt worden - nach einem Konzertbesuch und auf dem Weg zum Bahnhof. Auch seine Begleiter wurden dabei verletzt. Erst als weitere Zeugen zur Hilfe kamen, suchten die Täter das Weite, so die Schilderung der Ermittler.

Die Polizei suchte lange ohne vorzeigbare Erfolge nach den Männern. Mit Flugblättern und einer ausgesetzten Belohnung wurde nach Zeugen und Hinweisen gesucht. Die Festnahme verbuchen sie nun als Erfolg dieser Arbeit.

Niklas soll am kommenden Samstag in Bonn beerdigt werden. Es sei ein Anliegen der Familie, dass es bis zur Beisetzung keine Demonstrationen oder gemeinschaftlichen Aktionen am Tatort mehr gebe, erklärte die zuständige katholische Kirchengemeinde. Den Fall hatten am Wochenende 50 Rechtsextremisten genutzt, um Front zu machen. Ihrer Kundgebung "Stoppt die Gewalt" standen einige Hundert Gegendemonstranten gegenüber. Die rechtsgerichtete Kundgebung unterstellte, Ausländer seien für die Prügel-Attacke verantwortlich. Die Polizei hatte erklärt, nach Zeugenaussagen hätten zwei der Täter dunkle oder auch braune Haut und sprächen akzentfrei Deutsch.

dpa

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