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Wettlauf der Nikoläuse in Michendorf

Dampfende Zipfelmützen Wettlauf der Nikoläuse in Michendorf

Sogar in China ist der Michendorfer Nikolauslauf inzwischen bekannt. Am Sonntag sind dort wieder 1000 Nikoläuse um die Wette gerannt. Und das bei frühlingshaften Temperaturen. Eigentlich ist das alles ein großer Spaß. Aber ein bisschen sportlich geht es auch zu.

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Ein Meer von Nikoläusen war am Sonntag bei Frühlingstemperaturen zum traditionellen Lauf in Michendorf auf Tour.

Quelle: dpa

Michendorf. Die junge Kapitänin Svenja, die sonst riesige Frachtschiffe über die Meere steuert, ist extra aus Stralsund angereist um beim 7. Nikolauslauf in Michendorf dabei zu sein. „Die Hüftkontrolle hat ergeben, ich muss was tun. Und im roten Mantel mit Zipfelmütze macht es sogar richtig Laune“, strahlt die Frau von der Küste wie die Sonne am Himmel. Sie kann den Start wie die fast 1000 anderen großen und kleinen Nikoläuse kaum erwarten. Meike aus Berlin springt mit ihren Freunden schon ganz aufgeregt aus dem Auto. „Wir laufen viel, sind aber das erste Mal beim Lauf in Michendorf dabei. So lustig wie mit dem Weihnachtsmannkostüm war es noch nie.“

So warm wie in diesem Jahr war es noch nie beim Nikolauslauf

Während sich die Großen und Kleinen vor dem Start am Sonntagvormittag mit Traben und Trippeln warm halten, rückt die Michendorfer Feuerwehr zum Sondereinsatz aus – wie seit sieben Jahren zum Lauf der Zipfelmützen in Michendorf. „Klar sind wir wie immer dabei, haben schon Regen, Schnee und Glätte zur Veranstaltung erlebt. Passiert ist zum Glück bisher noch nie etwas, also keine Zwischenfälle“, sagt Ortswehrführer Christian Oskar-Noak. „Aber so warm wie diesmal war es wohl noch nie.“ Diesmal werden wohl die Mützen ganz schön dampfen, schätzt der Meister und düst mit der Mannschaft zur Strecke, bevor der Startschuss fällt.

Die Idee für den kuriosen Lauf hat sich am Stammtisch entwickelt

Dass der Lauf in roten Mänteln und mit weißen Bärten die märkische Gemeinde Michendorf bis Hawaii und China bekannt gemacht hat, ist auch ein Verdienst von Verdienst von Andreas Friese. „Mit dem Stammtisch der Läufer fing es an. Dann kam uns die Idee eine Laufveranstaltung, aber sie sollte weit und breit einzigartig sein“, sagt Friese. „Und wie man sieht, es ist uns gelungen. Die Fotos wurden schon in vielen Ländern der Welt bewundert“, sagt der Werbefilmer und Vorsitzende des Laufclubs Michendorf. Der Mitorganisator der ersten Stunde war am Sonntag das erste Mal aktiv dabei, weil bei den anderen Veranstaltungen für das Laufen keine Zeit mehr blieb. Inzwischen sind die Gemeinde, der Laufclub und die Feuerwehr bei der Gestaltung des Laufes gemeinsam mit den Sponsoren ein eingespieltes Team. Auch das St. Norberthaus ist wieder mit im Boot, kocht den Tee für die durstigen Sportler und Kinder. „Die Integration der Jugendlichen mit Handicap war uns von Anfang an sehr wichtig, auch wenn mancher Sportler verwundert schaut“, sagt Friese. Die Frauen vom Fußballverein haben leckeren Kuchen für die Aktiven und Zuschauer gebacken.

Pinke Laufschuhe und rote Pudelmütze

Auch viele Mädchen und Jungen fiebern dem Ereignis entgegen – wo sonst noch kann man mit Startnummer, leuchtendem Mantel und roter Nikolausmütze durchs Ziel flitzen und sich feiern lassen. Die fünfjährige Emilia Krause aus Berlin zappelt vor dem Start neben ihrer Mama schon ganz aufgelöst. Stolz zeigt sie die Startnummer 863 und ihre Laufschuhe, natürlich in Pink.

Im 10-Kilometer-Lauf siegten Stefan Hendtke aus Potsdam und bei den Frauen Karsta Parsiegla aus Berlin. Bei den Jüngsten kamen David Rößler, Grundschule Michendorf, und Annalena Brauer aus Wilhelmshorst als Erste durchs Ziel. Erstmals wurde eine Staffel ausgetragen, die Familie Schirmer für sich entschied.

Von Regine Greiner

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