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SEK nimmt Serientäter in Dresden fest

Spur der Überfälle bis nach Brandenburg an der Havel SEK nimmt Serientäter in Dresden fest

Monatelang hat die Polizei einen Serienräuber, der in weiten Teilen Deutschlands sein Unwesen trieb, gejagt. Trauriger Höhepunkt der Überfall-Serie waren tödliche Schüsse in Hannover. Anfang Februar schockte er auch eine Kassiererin in Brandenburg an der Havel. Am Donnerstag schaltete er sein Handy erneut ein - und das SEK schlug zu.

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Bei einem Überfall auf einen Supermarkt in Hannover wurde im Dezember 2014 ein Mann erschossen.

Quelle: FRM

Dresden/Hannover. Hinweise auf den dunklen Wagen des Mannes gab es an zwei Tatorten, letztlich auf seine Spur kamen die Fahnder über sein Handy, das er stets eingeschaltet bei den Überfällen dabei hatte. Als das Handy sich am Mittwochabend bei der Einreise des Polen in die Bundesrepublik in Cottbus ins deutsche Netz einloggte, setzten sich SEK-Einheiten in fünf Bundesländern in Bewegung. Über die A13 bewegte sich der Mann Richtung Dresden, wo er wohl seinen nächsten Raubzug geplant hatte - vorher griffen die Fahnder zu.

Als der Fahrer des dunklen Wagens auf dem Rastplatz "Dresdner Tor Nord" den Sitz zum Schlafen nach hinten kurbelt, kommen die Spezialeinsatzkräfte in Bewegung. Wenig später splittern Scheiben, kurz darauf drücken Beamte den 42-Jährigen auf den Asphalt, um ihm Handschellen anzulegen.

Mit dem Zugriff endet am frühen Donnerstagmorgen die monatelange Fahndung nach einem Serientäter, der bundesweit bis zu 43 Supermärkte überfallen und dabei in Hannover einen Kunden erschossen haben soll.

Im Fahrzeug fanden die Durchsuchungskräfte eine scharfe Schusswaffe und dazugehörige Munition und stellten sie sicher. Der Waffentyp entspricht der bei den Überfällen verwendeten Schusswaffe. Zudem führte ein Abgleich der Fingerabdrücke des Mannes zur Übereinstimmung mit an drei Tatorten gesicherten Fingerspuren. Darüber hinaus stimmt die DNA des Tatverdächtigen mit an zwölf Tatorten gesicherten Spuren überein.Dabei wurden der mutmaßliche Täter und ein Beamter leicht verletzt.

Die Fahnder gehen davon aus, dass der Pole jeweils für die Taten aus seinem Heimatland nach Deutschland einreiste. Zwar verzichtete er bei den Überfällen auf Maskierung oder Handschuhe, dafür rüstete er seinen mit gestohlenen deutschen Nummernschildern versehenen Wagen mit technischer Finesse aus, wie Klinge sagte: "Die konnten in Windeseile umgestellt werden auf polnische Kennzeichen."

Gegen den gefassten mutmaßlichen Supermarkträuber ist Haftbefehl erlassen worden. Das teilten die Ermittler in Hannover mit.

Lange Serie von Überfällen
"Wir haben äußerst gesicherte Anhaltspunkte dafür, dass es sich um den mutmaßlichen Täter handelt", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Dem Mann werden ein tödlicher Überfall auf einen Supermarkt in Hannover und zahlreiche weitere Raubtaten zur Last gelegt. Bei seiner Vernehmung hat der 42-Jährige noch kein Geständnis abgelegt.

Neben einem Überfall Anfang Februar 2015 in Brandenburg an der Havel können ihm anhand von DNA-Spuren vom Tatort 16 weitere Überfälle auf Supermärkte in Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern zugeordnet werden. Die Beute beträgt rund 100.000 Euro.

Darüber hinaus prüften Ermittler Zusammenhänge zu 26 weiteren Taten. Die Fahnder gehen davon aus, dass der Pole jeweils für die Taten aus seinem Heimatland nach Deutschland einreiste.

MAZonline

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