Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
SEK schießt Ex-Mister-Germany und Reichsbürger an

Zwangsräumung in Sachsen-Anhalt eskaliert SEK schießt Ex-Mister-Germany und Reichsbürger an

In Sachsen-Anhalt ist der frühere Mister Germany Adrian Ursache bei einem SEK-Einsatz angeschossen und schwer verletzt worden. Ursache gilt als sogenannter Reichsbürger und hat seinen eigenen Mini-Staat gegründet. Bei der Schießerei sind außerdem zwei SEK-Polizisten verletzt worden. Unklar ist, wer den Schusswechsel begonnen hat.

Voriger Artikel
DWD: "Längste und letzte Hitzewelle des Jahres"
Nächster Artikel
Gina-Lisa Lohfink legt Berufung gegen Geldstrafe ein


Quelle: dpa-Zentralbild

Reuden. Bei einer Zwangsräumung bei einem sogenannten Reichsbürger in Sachsen-Anhalt ist es zu einer Schießerei mit drei Verletzten gekommen. Der 41 Jahre alte Bewohner des Geländes in Reuden bei Zeitz wurde bei dem Schusswechsel am Donnerstag schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin in Halle sagte. Der Mann kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Zwei Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) seien leicht verletzt worden. Laut Medienberichten soll es sich bei dem 41-Jährigen um Adrian Ursache handeln, der 1998 zu Mister Germany gekürt wurde und den sogenannten Reichsbürgern nahesteht.

Sowohl der 41-Jährige als auch Polizisten hätten nach ersten Erkenntnissen geschossen. Von wem der Schusswechsel ausging, war den Angaben zufolge zunächst unklar. Experten des Landeskriminalamts begannen am Mittag damit, das Geschehen zu rekonstruieren.

Die Polizei war am Morgen mit einem Großaufgebot und SEK nach Reuden gekommen, um die Zwangsräumung durch einen Gerichtsvollzieher zu unterstützen. Ein erster Versuch sei am Vortag gescheitert, sagte die Polizeisprecherin weiter. Es sei um eine nicht beglichene Grundschuld gegangen.

Ähnlicher Fall in Brandenburg:


In einem kleinen Dorf in der Prignitz ist es Anfang dieses Jahr zu einem ähnlichen Fall gekommen, der deutlich glimpflicher endete. Auch hier kam ein SEK-Kommando zum Einsatz. Ein sogenannter Reichsbürger hatte einem Gerichtsvollzieher den Zugang zu seiner Wohnung geweigert. Der Mann hatte sich in seiner Wohnung verschanzt, die Polizei hatte Hinweise darauf, dass er bewaffnet war. Besonders kurios: Während des Polizeieinsatzes twitterte der Mann. Er konnte nach einem lange andauernden Polizeieinsatz schließlich festgenommen werden.

Am Donnerstag seien neben dem 41-Jährigen rund 15 weitere Menschen auf dem Gelände gewesen. Sie hätten die angemeldeten Behördenvertreter mit Pflastersteinen und weiteren Gegenständen beworfen, wie die Polizei weiter mitteilte. Dann seien Schüsse gefallen. Der 41-Jährige sei Anhänger der sogenannten Reichsbürger, die die Bundesrepublik nicht anerkennen.

Einer der verletzten SEK-Beamte habe eine Halsverletzung, die von der Schießerei herrühren könnte, sagte die Polizeisprecherin weiter. Der zweite Beamte sei von einem der Unterstützer gebissen worden.

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Buntes

Clinton oder Trump: Wer wäre Ihrer Meinung nach der bessere US-Präsident?

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-160925-99-584936_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Nürnberg nicht mehr Letzter - 96 erster Braunschweig-Jäger