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Sturmtief "Heini" zahmer als angekündigt

Wetter Sturmtief "Heini" zahmer als angekündigt

Ein Weihnachtsbaum büßt neun Meter ein. Sonst war "Heini" eher zahm - bis auf dem Brocken. Noch ist die Sturmserie aber nicht zu Ende. Und dann kommt der Winter.

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Im Flachland richtet «Heini» bisher kaum Schäden an.

Quelle: Patrick Pleul

Offenbach. Turbulent geht die ungewöhnlich milde Wetterphase in Deutschland zu Ende. Auf den Bergen und an den Küsten sind bis zum Freitag Sturmböen bis Windstärke zwölf möglich.

Nach dem Durchzug von "Heini" war am Mittwoch Tief "Iwan" vom Atlantik unterwegs. Nach einer kurzen Pause zieht dann der letzte Sturm der aktuellen Serie über das Land. Bis dahin bleibt es bei Temperaturen um oder über zehn Grad, danach wird es winterlich.

Entgegen der Vorhersage hat "Heini" Deutschland weitgehend geschont. Vereinzelt stürzten in der Nacht zu Mittwoch Bäume, Baugerüste und Verkehrsschilder um. Auf dem Brocken im Harz wurden Geschwindigkeiten von 170 Kilometern pro Stunde erreicht. Über andere Mittelgebirge fegte der Sturm nach Angaben eines Meteorologen ebenfalls mit voller Orkanstärke, aber mit gut 120 Kilometern pro Stunde langsamer.

Auf dem Erfurter Domplatz stürzte der 28 Meter hohe Weihnachtsbaum um und landete auf einer Krippe. Die wertvollen Unikate der Figuren standen laut Marktleitung aber noch nicht darin. Ein Kran richtete den Baum wieder auf, der nun nur noch 19 Meter misst.

Am Dienstag waren in einigen Städten vorsorglich Flüchtlinge vor dem Unwetter in Sicherheit gebracht worden. In Bremen mussten rund 1400 Asylbewerber kurzfristig von Zeltlagern in Schulen umziehen. Die Zelte halten nach Herstellerangaben höchstens Windstärke 10 aus, erwartet wurden aber Sturmböen bis zu Stärke 11. Auch in Dresden und Berlin wurden mehrere hundert Flüchtlinge aus Zelten in andere Unterkünfte gebracht. Wegen der neuen Sturmwarnung mussten die Flüchtlinge in Bremen am Mittwoch voraussichtlich wieder die Zelte verlassen. Sie waren zuvor mit Bussen zurückgebracht worden.

"Am Wochenende stellt sich die Wetterlage grundlegend um", sagte Meteorologe Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. Die Strömung dreht von West auf Nord und bringt Polarluft auf direktem Weg nach Deutschland. Am Samstag werde kaum noch die 10-Grad-Marke erreicht, am Sonntag nur noch fünf Grad. In den Nächten gibt es Frost, und nachts kann es auch im Flachland schneien. Im Bergland seien einige Zentimeter Neuschnee möglich.

dpa

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