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Suche nach kleiner Inga: Hunde wittern Spur bis nach Dresden

Notfälle Suche nach kleiner Inga: Hunde wittern Spur bis nach Dresden

Auf der Suche nach der seit mehr als zwei Monaten vermissten Inga haben Polizeihunde eine Fährte von Sachsen-Anhalt bis nach Dresden gewittert. Die sogenannten Mantrailer mit besonders sensiblem Geruchssinn können kleinste Partikel in der Luft erschnuppern und so auch älteren Fährten folgen.

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Im Fall der vermissten Inga aus Schönebeck durchsuchen Polizisten ein Waldstück bei Stendal.

Quelle: Florian Voigt

Stendal/Potsdam. n. Die fünfjährige Inga verschwand am 2. Mai. Die Suche mit den Spezialhunden endete vorläufig bei Dresden, soll aber wahrscheinlich wieder aufgenommen werden, wie die Polizei ankündigte. Derweil suchen Ermittler in Brandenburg nach einem weiteren Kind: In Potsdam verschwand am Mittwoch der sechsjährige Elias.

Im Fall von Inga wurden die Personenspürhunde nach Mitte Juni jetzt zum zweiten Mal auf eine Fährte angesetzt. Die Tiere führten 30 Polizisten von Haldensleben in Sachsen-Anhalt über den Berliner Ring sowie über Halle an der Saale bis kurz vor Dresden. Der Ort von Ingas Verschwinden und Dresden liegen auf kürzestem Weg etwa 300 Kilometer auseinander. Die Suche, für die immer wieder Autobahnabschnitte gesperrt wurden, endete vorerst am Mittwochabend. Die Aktion werde wohl fortgesetzt, aber eher nicht mehr in dieser Woche, kündigte die Polizei an. Der Einsatz der sieben Hunde sei mit großem logistischen Aufwand verbunden und brauche einen Planungsvorlauf.

Die Polizisten ließen die Spezialhunde an Auf- und Abfahrten von Autobahnen schnüffeln. Liefen die Tiere die Abfahrt herunter, verließen die Ermittler die Autobahn. Gingen die Tiere geradeaus, wurden sie mit dem Auto zur nächsten Abfahrt gebracht. "Wir nutzen die Hunde, um wirklich nichts unversucht zu lassen", sagte Polizeisprecher Frank Küssner in Magdeburg.

Inga verschwand in Stendal in Sachsen-Anhalt. Die Polizei vermutet, dass sie mit anderen Kindern Holz für ein Lagerfeuer suchen wollte und nicht zurückkehrte. Trotz Hunderter Hinweise aus ganz Deutschland und großer Suchaktionen haben die Ermittler bisher keine heiße Spur.

Die Suche nach dem kleinen Elias aus Potsdam wurde - dem Tag nach seinem Verschwinden - erheblich ausgeweitet. Mehr als 150 Polizisten und viele Anwohner durchkämmten den Stadtteil Schlaatz. Auch auf der Nuthe hielten Polizisten von Booten aus Ausschau - der Stadtteil liegt an dem Fluß.

Der Sechsjährige hatte am Mittwochnachmittag seine Wohnung verlassen, um draußen zu spielen. Er kam nicht mehr zurück. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es bislang nicht, sagte eine Polizeisprecherin. Aber es könne eben auch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Unglücksfall handele. "Wir hoffen, dass wir den Jungen finden." Die Polizei, die auch mit einem Foto nach dem blonden Jungen suchte, erhielt mehrere Hinweise.

dpa

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