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Tödliche Unwetter auch in Australien

Wetter Tödliche Unwetter auch in Australien

Nicht nur in Deutschland oder Frankreich haben die Menschen mit tödlichen Flutwellen zu kämpfen. Auch in Australien und den USA wüten die Naturgewalten.

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Zerstörungen durch Überschwemmungen im südöstlichen Bundesstaat New South Wales in Australien.

Quelle: David Moir

Sydney/Washington. Auch außerhalb Europas wüten schwere Unwetter - mancherorts mit tödlichen Folgen. In Australien kamen bei Überschwemmungen nach heftigen Stürmen mindestens drei Menschen ums Leben.

Vier weitere würden vermisst, teilte die Polizei mit. Bei den Toten handelt es sich um drei Männer, die im südöstlichen Bundesstaat New South Wales und der Hauptstadt Canberra in ihren Autos von den Fluten mitgerissen wurden. Unter den Vermissten ist ein Schwimmer, der trotz Badeverbots und meterhoher Wellen am berühmten Bondi Beach in Sydney ins Wasser ging.

Retter beklagten den Leichtsinn mancher Menschen. "Wie müssen wir es sagen, damit die Botschaft ankommt? Flutwasser ist tödlich, wir können es nicht anders nennen", sagte der stellvertretende Polizeichef Kyle Stewart. Allein in Sydney mussten mehr als 1000 Häuser evakuiert werden - auf Bildern war zu sehen, wie Küsten-Grundstücke samt Schwimmbad weggespült wurden. "Es sieht aus, als hätte uns ein Tsunami getroffen", sagte Café-Besitzer Tarek Ibrahim. Mancherorts waren die Wellen laut Medienberichten 14 Meter hoch.

In den USA zog der tropische Sturm "Colin" mit schweren Regenfällen über Florida hinweg. Meteorologen erwarteten am Montag, dass das Tiefdruckgebiet über dem Golf von Mexiko weiter an Stärke zunehmen würde. Für einen breiten Streifen an der Golfküste Floridas gab es Unwetterwarnungen. Es wird damit gerechnet, dass "Colin" am Dienstag in den Atlantik hinauszieht. In seiner Folge sind südliche US-Küstenstaaten wie South Carolina und Georgia in Alarmbereitschaft.

In Frankreichs Hauptstadt Paris ging das Hochwasser der Seine, das dort am Wochenende seinen höchsten Stand erreicht hatte, weiter zurück. Dennoch waren noch immer weite Uferpassagen in der Stadt und im Großraum Paris überflutet. Auch der Verkehr der Regionalbahn RER C blieb unterbrochen. In anderen Teilen des Landes gab es ebenfalls noch Überflutungen. Erhöhte Warnstufen galten für den Verlauf der Seine und die Cher südlich der Loire in Zentralfrankreich.

Einige der berühmten Schlösser der Region waren genauso geschlossen wie der Louvre und das Museum d'Orsay in Paris, die nicht vor Mittwoch wieder öffnen sollen. Bei den Überschwemmungen waren vier Menschen ums Leben gekommen. 20 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, die meisten von ihnen in der Region Paris. Die Regierung will nun einen Notfallfonds für Flutopfer einrichten.

dpa

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