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Unbeteiligte Frau stirbt bei illegalem Autorennen

Unfälle Unbeteiligte Frau stirbt bei illegalem Autorennen

Schon wieder hat offensichtlich ein illegales Autorennen einen unbeteiligten Menschen das Leben gekostet. Dieses Mal passierte ein tödliches Unglück in Bremen.

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Nach Angaben des TÜV Rheinland gibt es das Phänomen illegaler Autorennen bundesweit in vielen Städten.

Quelle: Ulf Buschmann

Bremen. Dort musste eine 52-Jährige in der Nacht Augenzeugen zufolge zwei Wagen ausweichen, die ihr mit 90 km/h innerorts entgegenrasten.

Die beiden Unfallverursacher flüchteten unerkannt. Erst vor einer Woche war in Köln ein 26-jähriger Radfahrer bei einem Unfall gestorben, den Augenzeugen zufolge ein illegales Rennen ausgelöst haben soll.

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Das verunglückte Auto im nördlichen Bremen. Für die 52-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

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Auch die mutmaßlichen Unfallverursacher von Bremen sollen sich nach Zeugenaussagen ein Wettrennen geliefert geliefert haben. Dabei nutzten die beiden Fahrzeuge auch die Fahrbahn der Frau. Um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern, wich die 52-Jährige aus.

So kam sie von der Straße ab, fuhr gegen einen Baum und dann gegen den Betonmast einer Straßenlaterne. Die Frau starb noch an der Unfallstelle, ihr Begleiter wurde leicht verletzt. Die Polizei hofft nun auf weitere Beobachter des Vorfalls, um die beiden zu fassen.

Die getötete 52-Jährige war mit einem 51-jährigen Mann im Auto unterwegs, als ihr plötzlich innerorts zwei Wagen entgegen kamen, die sich gegenseitig mit stark überhöhter Geschwindigkeit überholten und längere Zeit unbeirrt nebeneinander her rasten. "Ein Anwohner hat das vom Balkon aus beobachtet", sagte eine Polizeisprecherin.

An der Stelle seien 50 Kilometer pro Stunde erlaubt, die beiden Autos seien mit mindestens 90 km/h unterwegs gewesen. "Beide Autofahrer sind nach dem Unfall unbeirrt weitergefahren", sagte die Sprecherin. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht.

Nach Angaben des TÜV Rheinland gibt es das Phänomen illegaler Autorennen bundesweit in vielen Städten. Manchmal würden dabei hohe Geldpreise ausgesetzt, wie Karl-Friedrich Voss, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Verkehrspsychologen nach dem Unfall von Köln in der vergangenen Woche geschildert hatte. "Eine andere Variante ist die, dass Menschen gegen die Uhr fahren." Beteiligte seien meist junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren. "Leute, die ihr Selbstbewusstsein sehr stark mit dem Auto verknüpfen."

Im Fall des Radfahrers, der in Köln tödlich verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ausgeweitet. Zu den Beschuldigten zähle nun auch eine 35-Jährige. Sie sei am möglichen Rennen nicht beteiligt gewesen. Laut "Kölner Stadt-Anzeigers" soll die 35-Jährige mit ihrem Wagen abrupt und ohne zu blinken die Fahrspur gewechselt haben. Darauf war ihr ein 26-Jähriger ins Heck gefahren. Sein Wagen überschlug sich mehrfach und traf den Radler, der später im Krankenhaus starb. Der 26-Jährige hatte sich womöglich mit einem weiteren Mann ein illegales Autorennen geliefert.

dpa

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