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Unwetter beenden vorerst Hitzewelle

Wetter Unwetter beenden vorerst Hitzewelle

Blitz und Donner vertreiben vorerst die Hitze aus Deutschland. Am Dienstag suchten die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) angekündigten Unwetter mehrere Regionen heim.

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Bei einem schweren Sturm ist ein Wohnhaus in Framersheim völlig zerstört worden.

Quelle: Boris Roessler

Offenbach. In Framersheim in Rheinland-Pfalz wurden mehrere Häuser beschädigt.

Die Polizei sprach von einer Windhose, also einem Tornado, was ein DWD-Sprecher in Offenbach aber nicht bestätigen wollte. In Baden-Württemberg wurde die Autobahn 5 bei Heidelberg wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt. In Niedersachsen kam es im Raum Göttingen zu Verkehrsbehinderungen. Auf der A7 in Südniedersachsen gab es mehrere Unfälle.

Die teils schweren Gewitter sollen sich am Abend nach Osten und Süden ausbreiten. "Dabei muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden", warnte der DWD. "Selbst ein vereinzelter Tornado kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür nicht sehr hoch ist."

In Framersheim vermutete der DWD-Experte allerdings eine Fallböe, also eine ziemlich starke Gewitterböe. "Ein Haus ist eingestürzt", sagte ein Polizeisprecher. Bei mehreren anderen Häusern seien die Dächer abgedeckt worden. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

"Mit Pauken und Trompeten ziehen Schauer und Gewitter von West nach Ost übers Land und sorgen mit Sturmböen, Hagel und Starkregen für viel Turbulenz in der Gewitterküche", hatte Magdalena Bertelmann von der DWD-Wettervorhersagezentrale zuvor gesagt. Die Folge ist ein Temperatursturz um teils mehr als zehn Grad.

Während am Dienstag im Südwesten noch bis zu 37 Grad möglich waren, soll das Thermometer an diesem Mittwoch nur noch auf durchschnittlich 20 Grad steigen. Nur vereinzelt sind bis zu 25 Grad drin. Am Donnerstag wird es sogar noch ein Stückchen kühler: 16 Grad an der See, 20 Grad im Ruhrgebiet, 23 Grad in Frankfurt und München.

Die Gewitter fallen im Laufe der Woche laut Vorhersage längst nicht mehr so stark aus und beschränken sich auf den Nordwesten und den Alpenrand. In der Nacht zum Freitag sollte man beim Draußensitzen ein Jäckchen dabei haben, sagt der DWD. Bei Tiefstwerten zwischen 13 und 6 Grad ist von Tropennächten keine Spur mehr.

Das dürfte auch sommerliche Probleme ganz anderer Art lösen: Eine Schule in Baden-Württemberg hatte sich bereits Strategien gegen allzu offenherzige Kleidung wie knappe Hotpants und bauchfreie Shirts bei den Schülerinnen überlegt.

Die Gefahr von Blow-ups auf den Autobahnen dürfte mit rückläufigen Temperaturen ebenfalls wieder zurückgehen. Die Aufplatzungen drohen laut dem ADAC vor allem auf älteren Betonfahrbahnen aus den 70er und 80er Jahren bei Temperaturen um 30 Grad und höher.

"Pünktlich zum Wochenende geht es aber auch schon wieder aufwärts", sagte Bertelmann: Sonne, blauer Himmel, Temperaturen bis 27 Grad. "Nach einer kurzen Abkühlung und Zeit zum Durchlüften und Durchatmen kehrt der Sommer also wieder zurück."

In Brandenburg können erwartete Regenfälle die Waldbrandgefahr nicht bannen. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gilt nach Angaben des Walbrandschutzbeauftragten Raimund Engel ab Mittwoch voraussichtlich die höchste Warnstufe 5, für Elbe-Elster und Spree-Neiße die Stufe 4. Im Landkreis Teltow-Fläming kämpften mehr als 100 Feuerwehrleute gegen die Ausbreitung eines Brandes auf einer Militärbrache. 30 Hektar standen am Dienstagabend nach Polizeiangaben bei Jüterbog in Flammen. Vermutlich seien in der Hitze erneut Blindgänger von allein detoniert, erklärte Engel.

dpa

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