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Verfolgungsjagd mit drei Toten: Drogenkriminalität im Spiel?

Unfälle Verfolgungsjagd mit drei Toten: Drogenkriminalität im Spiel?

Ein Auto rast nachts über die Autobahn in eine Geschwindigkeitskontrolle. Statt anzuhalten, flieht der Fahrer. Am Ende sind zwei Männer und eine Frau tot. War Drogenkriminalität Grund für die wilde Flucht?

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Der Wagen wurde beim Aufprall zerrissen.

Quelle: Andreas Rosar

Filderstadt. Bei einem Unfall auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle sind zwei Männer und eine Frau in der Nähe von Stuttgart ums Leben gekommen.

Sie gerieten am frühen Dienstagmorgen zunächst in eine Geschwindigkeitsmessung. Dann rasten sie den Polizisten mit mehr als 180 Stundenkilometern davon, bevor sie in zwei Lastwagen krachten und dabei getötet wurden.

Hintergrund des Unfalls könnte Drogenkriminalität sein. Zwei der drei Auto-Insassen wurden am Dienstag identifiziert - sie sind der Polizei wegen Rauschgiftdelikten bekannt. Die Identität des Fahrers war zunächst unklar.

Während der Flucht fuhr der Mietwagen des Trios auf der Bundesstraße 27 bei Filderstadt in eine Haltebucht. Wie die Polizei mitteilte, streifte das Auto eine Leitplanke und überschlug sich. Dann prallte es gegen zwei geparkte Lastwagen. Der Fahrer wurde auf die Straße geschleudert und tödlich verletzt. Auch die 23-jährige Beifahrerin und ein hinten sitzender 26 Jahre alter Mann - beide aus dem Raum Villingen-Schwenningen - starben noch am Unfallort.

Der Streifenwagen hatte das Auto schon auf der Autobahn 8 in Richtung München verfolgt, als der Fahrer gegen 2.00 Uhr das Stoppsignal bei der Kontrolle ignoriert hatte. "Das Fahrzeug war mit einer Geschwindigkeit von 182 km/h anstatt der erlaubten 120 km/h gemessen worden", hieß es von der Polizei. Als die Beamten dem Fahrer Haltezeichen gegeben hätten, habe dieser sofort aufs Gaspedal gedrückt.

Wegen der hohen Geschwindigkeit des Mietwagens seien die Beamten Hunderte Meter zurückgefallen, sagte ein Sprecher der Polizei Ludwigsburg. Das Auto bog dann auf die Bundesstraße 27 ab, ohne dass die Verkehrspolizisten es einholen konnten. "Die Beamten haben den Unfall nicht beobachtet", sagte der Sprecher. Sie seien dann aber als erste vor Ort gewesen.

Der Wagen wurde völlig zerrissen bei dem Aufprall. Am Unfallort bot sich den Einsatzkräften ein Bild der Verwüstung. Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr sicherte die Unfallstelle. Es entstand ein Schaden von rund 100 000 Euro. Die B 27 in Richtung Tübingen blieb mehrere Stunden lang gesperrt.

dpa

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