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Vier Babyleichen in Brandenburg und Bayern entdeckt

Kriminalität Vier Babyleichen in Brandenburg und Bayern entdeckt

Grausige Funde in Bayern und Brandenburg: Gleich vier tote Säuglinge werden in den vergangenen Tagen entdeckt. Die Babys liegen im Kompostierer und im Keller, zwei Neugeborene sind im Garten begraben.

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Ermittler auf dem Weg zu einem Mehrfamilienhaus im Oderbruchort Golzow, wo ein totes Baby gefunden worden war.

Quelle: Patrick Pleul

Golzow. Im oberfränkischen Bad Alexandersbad wurden am Mittwoch die beiden vergrabenen Säuglinge gefunden, wie die Staatsanwaltschaft Hof mitteilte. Am selben Tag stieß die Polizei in einem Keller im brandenburgischen Golzow auf ein Baby, das vermutlich von seiner Mutter erstochen wurde.

Erst am Dienstag war ebenfalls in Brandenburg ein toter Junge in Glindow in einem Kompostierer gefunden worden. Laut Medienberichten soll er erstickt worden sein, seine Mutter hatte die Tat gestanden.

Bei den beiden toten Babys in Bayern handelt es sich allem Anschein nach um Neugeborene, sagte Reiner Laib von der Staatsanwaltschaft Hof am Donnerstag. Die Leichen seien bereits in die Rechtsmedizin Erlangen zur Obduktion gebracht worden. Nähere Angaben, etwa ob die beiden Zwillinge seien, wollte er nicht machen.

Die Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft stünden noch ganz am Anfang, sagte Laib. Unklar blieb zunächst auch, wer die vergrabenen Leichen entdeckt hatte - ob sie also zufällig gefunden wurden oder ob die Polizei gezielt nach ihnen gesucht hatte.

Nach dem grausigen Fund in dem Keller in Brandenburg wurde die Mutter vorläufig festgenommen. Sie soll den Jungen erstochen und im Keller ihres Wohnhauses versteckt haben. Gegen die 21-Jährige wird wegen Totschlags ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) mit. Das Amtsgericht hat Haftbefehl erlassen. Die Frau habe die Tat gestanden, heißt es in der Mitteilung.

Das Kind sei wohl verblutet, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Es habe Stichverletzungen in der Brust und im Herz gehabt. Bei der Vernehmung habe die allein lebende Mutter angegeben, überfordert gewesen zu sein.

Derweil wurde in Niedersachsen eine 32-Jährige festgenommen, die vor zwei Wochen ihr heimlich zur Welt gebrachtes Baby am Straßenrand verscharrt hat. Der Frau wird versuchter Totschlag vorgeworfen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Bernd Seemann, am Donnerstag. Die 32-Jährige soll den kleinen Jungen zu Hause auf der Toilette zur Welt gebracht haben. Nach dem Obduktionsbericht der Rechtsmediziner war das Baby lebensfähig. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es während der Geburt etwa aufgrund von Sauerstoffmangel gestorben sei

dpa

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Haftbefehl gegen Glindowerin außer Vollzug

Die Mutter des toten Babys aus Glindow ist wieder auf freiem Fuß. "Der Haftbefehl wurde Ende vergangener Woche außer Vollzug gesetzt", bestätigte die Staatsanwaltschaft in Potsdam. Dass der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt worden ist, bedeute nicht die Aufhebung des Haftbefehls. "Die Ermittlungen dauern an, neue Erkenntnisse gibt es derzeit noch nicht."

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