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Vier Tote nach Explosion in Karlsruher Wohnung entdeckt

Brände Vier Tote nach Explosion in Karlsruher Wohnung entdeckt

Es knallt so heftig, dass ein Balkon quasi weggesprengt wird. In Karlsruhe ist es in einem Wohnhaus zu einer starken Detonation gekommen. Vier Menschen sind tot, darunter zwei Kinder.

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Trümmerteile und ein Stofftier: Kriminaltechniker sind im Einsatz und untersuchten eine Wohnung im zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses.

Quelle: Jodo-Foto / Joerg Donecker

Karlsruhe. Nach einer Explosion in einer Wohnung in Karlsruhe sind vier Leichen gefunden worden - die Polizei vermutet ein Familiendrama. Unter den Toten sind zwei Kinder.

Die Hintergründe des Falls waren auch am Samstag zunächst unklar, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ob alle Toten zu einer Familie gehören und womöglich noch vor der Explosion ihrer Wohnung durch Gewalt starben, konnten die Ermittler noch nicht klären. Die Toten sollen an diesem Montag obduziert werden - erst dann gebe es Sicherheit, wer die Opfer sind und wodurch sie starben.

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Blick durch ein zerstörtes Fenster eines Wohnhauses in Karlsruhe: Nach einer heftigen Explosion rätseln die Ermittler über die Hintergründe.

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Die Polizei war am Freitagabend nach einem Hinweis zu der Wohnung ausgerückt. Als die Beamten eintrafen, kam es zu der Detonation im zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Feuerwehrleute fanden in der ausgebrannten Wohnung vier Leichen. "Es spricht einiges dafür, dass es eine Familientragödie sein könnte", sagte ein Polizeisprecher am Abend. Ob ein Abschiedsbrief gefunden wurde, wollten die Ermittler nicht verraten.

Nach der Detonation hatten sich die anderen Hausbewohner alleine in Sicherheit bringen können. Verletzt wurde niemand. Die Betroffenen konnten am Samstag in ihre Wohnungen zurück. "Von statischer Seite her gibt es keine Bedenken", sagte ein weiterer Sprecher. Die Feuerwehr habe sich das Haus nochmals angesehen und so entschieden. Insgesamt gibt es in dem Gebäude acht Wohnungen.

Bei der Verpuffung, deren Ursache noch nicht geklärt ist, war ein Schaden von mindestens 50 000 Euro entstanden. "Der Balkon ist wie weggesprengt", schilderte ein Polizeisprecher die Lage vor Ort. Das Haus steht in einer guten Wohngegend. Vor dem Gebäude lagen nach dem Unglück unzählige Trümmerteile.

Die Mutter einer Schülerin, die mit einem Familienmitglied befreundet war, hatte am Abend vergeblich an der Wohnungstür der Familie geklingelt. Weil trotz eingeschalteten Lichts niemand aufmachte, informierte die Frau die Polizei. Als die Beamten am Haus eintrafen, kam es zu der Explosion.

Die Feuerwehr war mit rund 40 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen am Brandort. Das Feuer war nach Polizeiangaben schnell gelöscht. Seither sicherten Spezialisten in der Wohnung Spuren.

dpa

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