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In 7 Schritten zum „echten“ Wacken-Metaller

Wacken: Heavy-Metal-Festival startet In 7 Schritten zum „echten“ Wacken-Metaller

Ein Hoch auf die Pommesgabel! Ein Hoch auf den Moshpit! Ein Hoch auf Wacken! Das Heavy-Metal-Festival in Schleswig-Holstein ist eine Institution. Am Wochenende pilgern Zehntausende in das kleine Dorf in Schleswig-Holstein. Darunter auch viele Brandenburger. Wer hinfährt, kein Metaller ist, aber trotzdem nicht auffallen möchte: Wir haben die wichtigsten Verhaltensregeln.

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Zeit zum Moshen im Circlepit.

Quelle: dpa

Wacken. Das wohl bekannteste und größte Metal-Festival «Wacken Open Air» geht in diesem Jahr in seine 26. Runde. Viele haben ihre Zelte bereits am Mittwoch auf dem riesigen Gelände in Wacken aufgeschlagen. Inoffizieller Start - so bezeichnen das die Fans. Am Abend eröffnet die Feuerwehrkapelle aus dem Ort das Festival. Das hat Tradition. Und die harten Jungs und Mädels, die schunkeln. Meistens mit dem Bier in der Hand. Eine gute Einstimmung – und der erste Lichtblick nach Parkplatzsuche und Zeltaufbau. Eine Entlohnung möchte man fast sagen. Die besten Parkplätze sind jedenfalls schon längst vergeben.

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Begrüßen Sie Menschen mit der „Pommesgabel“? „Moshen“ Sie gerne? Das sollten Sie – sofern Sie in den nächsten Tagen nach Wacken fahren. Dort beginnt am Mittwoch das weltweit größte Heavy-Metal-Festival. Die wichtigsten Verhaltensregeln.

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Karten schon lange ausverkauft

Laut Veranstalter ist es weltweit das größte Heavy-Metal-Festival. 75.000 Besucher werden erwartet, darunter auch viele Brandenburger. Die Karten sind längst weg – sie waren binnen weniger Stunden ausverkauft.

Wacken ist ein kleines Dorf mitten in Schleswig-Holstein. Es trifft auf Metaller. Die sind eine große Familie, meistens ein Völkchen für sich. So ein richtiger Metaller, der ist ein Musikliebhaber und er hat eine Attitüde. Manchmal ist es gar nicht so leicht in der Szene Fuß zu fassen, jedenfalls nicht in der eingefleischten. Außenseiter muss man aber auch nicht bleiben, wenns zum Wacken geht. Es ist nämlich gar nicht so schwer, unter den Metallern nicht aufzufallen. Zugegeben, etwas Geduld ist notwendig. Und alles kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, aber das Meiste.

Die Fans sind bereits in Wacken

Die Fans sind bereits in Wacken. Dort ist der Boden momentan völlig aufgeweicht.

Quelle: dpa

Doch sind wir mal ganz ehrlich: Wenn Judas Priest, Savatage, Cannibal Corpse, Kataklysm, Amorphis oder In Flames auf der Bühne stehen, dann zählt nur noch die Musik, die Stimmung und das ausgelassene Feiern. Ob nun ganz in schwarz, in weiß oder Neonfarben. Knapp 100 Künstler sind angekündigt. Dreckig wird es vermutlich auch. An diesem Mittwoch ist jedenfalls das ganze Gelände voller Schlamm.

Ein Herz für die Blasmusik

Die Veranstalter des Wacken Open Air haben an die 100 Bands angekündigt. Bis Sonntag werden 75.000 Fans viel harte und laute Gitarrenmusik zu hören bekommen. Aber am Mittwoch startet das Heavy-Metal-Festival mit einem Auftritt der Wackener „Firefighters“: Wie in jedem Jahr wird die örtliche Feuerwehrkapelle zünftige Blasmusik spielen – zur Freude von Tausenden Metallern, wie Musikzugführerin Frau Ann-Kathrin Peters im Interview erklärt.

Frau Peters, womit werden Sie Wacken eröffnen?

Wir spielen, was die Metaller von uns fordern. Wir haben 22 bis 24 Stücke herausgesucht, zum Beispiel „Die Fischerin vom Bodensee“ und „Rosamunde“, aber auch „Highway to Hell“. Wir werden davon nicht alles spielen können. Aber wir sind auf alles vorbereitet. Und „Rosamunde“ werden wir sicherlich spielen.

Wie reagieren die Metaller auf die Blasmusik?

Als die „Firefighters“ zum ersten Mal das Festival eröffnet haben, das war 2002, da hatten meine Kollegen ganz schön Muffensausen. Sie wussten ja nicht, wie die Metaller auf die Blasmusik reagieren würden. Aber die Metaller sind dann voll abgegangen, die haben sogar eine Polonaise um die Musiker herum gemacht. Heute rufen sie uns schon auf die Bühne, lange bevor wir anfangen.

Und dann?

Sobald wir spielen, flippen die Metaller aus. Sie headbangen, schunkeln und tanzen, zu „Highway to Hell“ genauso wie zu „Rosamunde“. Metaller lieben unsere Blasmusik. Da geht die Post ab. Der Takt ist etwas langsamer als beim Heavy Metal. Aber dann müssen die Metaller eben etwas langsamer headbangen.

Interview: Markus Werning

Von MAZonline

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