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Wieder Unfälle an Bahnübergängen

Unfälle Wieder Unfälle an Bahnübergängen

Erneut gibt es Kollisionen an Bahnübergängen. Die Bilanz: Zwei Schwerverletzte und drei Leichtverletzte.

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Nach dem Unfall in Schleswig-Holstein musste das Dach eines der zerstörten Autos aufgeschnitten werden. Foto: Sebastian Iwersen

Tarp. Die Serie von schweren Unfällen an Bahnübergängen reißt nicht ab. Am Samstag ereigneten sich in Norddeutschland gleich zwei Unglücke mit teilweise schwer verletzten Beteiligten.

In Tarp nahe Flensburg rammte ein Güterzug zwei Autos. Im niedersächsischen Lastrup kollidierte eine Regionalbahn mit dem Anhänger eines Sattelzugs.

Bei dem Güterzug-Unfall in Schleswig-Holstein sei eines der Fahrzeuge 50 Meter weit mitgeschleift worden, teilte die Bundespolizei am Samstagabend mit. Die beiden Autofahrer seien bei dem Unglück am Abend schwer verletzt worden.

An einem der beiden Wagen mussten die Rettungskräfte das Dach abtrennen, um den Fahrer zu bergen. Das andere Auto lag kopfüber zwischen den Bahngleisen. Die Bahnstrecke Flensburg-Hamburg sollte laut Bundespolizei voraussichtlich für mehrere Stunden gesperrt bleiben.

Nach Angaben der Bundespolizei war die Bahnschranke zum Zeitpunkt des Unglücks vermutlich geöffnet. Andere Fahrzeuge seien zuvor über Übergang gefahren. Ein Sachverständiger der Staatsanwaltschaft sollte den Unfallort untersuchen, sagte der Sprecher.

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag berichtet, dass kurz vor 18 Uhr zunächst ein Personenzug in Richtung Schleswig den Bahnübergang ohne Probleme passiert habe. Da habe mit den Schranken alles geklappt. Kurz darauf kam der über 500 Meter lange Güterzug. Etwa 300 Meter vor dem Bahnübergang sei eine Kurve, sagte der Sprecher. Der Zug sei vermutlich mit normal hoher Geschwindigkeit um die Kurve und dann auf den Bahnübergang zu gefahren, wo er die Autos rammte. Der Lokführer erlitt bei dem Unfall einen Schock.

Zuvor hatte sich in Lastrup der andere Unfall ereignet, bei dem ein Regionalzug gegen den Anhänger eines Sattelzugs fuhr, der auf den Gleisen stand. Die Lokführerin, ein Fahrgast und ein Zugbegleiter wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Die Lokführerin bremste, konnte nach Angaben der Nordwestbahn den Zug mit etwa 20 Fahrgästen aber nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Auch hier musste die Strecke für mehrere Stunden gesperrt werden.

Der 73 Jahre alte Lastwagenfahrer sagte nach Angaben einer Polizeisprecherin, dass sich vor ihm der Verkehr gestaut habe. Daher sei er mit dem Anhänger auf den Gleisen stehen geblieben, als sich plötzlich die Schranken geschlossen hätten.

Erst am Donnerstag war es zu zwei ähnlichen Zusammenstößen auf Bahnübergängen gekommen: In Bayern wurde ein Lokführer und ein Lastwagenfahrer getötet, als eine Regionalbahn in das Führerhaus eines Sattelzugs raste; auf der Strecke zwischen Oldenburg und Bremen gab es sieben Verletzte bei einer Kollision zwischen einem Zug und einem Sattelschlepper.

dpa

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