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Zeuge spricht von einvernehmlichem Sex

Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink Zeuge spricht von einvernehmlichem Sex

Am heutigen Montag geht vor dem Amtsgericht Tiergarten der Schadensersatz-Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink weiter. Das Model wird beschuldigt, dass sie zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt. Ein Zeuge spricht von einvernehmlichem Sex. Vor dem Gericht solidarisieren sich viele Frauen mit Lohfink.

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Gina-Lisa Lohfink

Quelle: dpa

Berlin. Im Berliner Prozess wegen falscher Verdächtigung gegen das Model Gina-Lisa Lohfink sind am Montag erste Zeugen gehört worden. Dabei hat ein beteiligter Mann von einvernehmlichem Sex an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Juni 2012 gesprochen. „Ich würde niemals etwas machen, was sie nicht will“, sagte der 28-jährige Fußballer am Montag vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Er habe Gefühle für Lohfink gehabt. Der Mann sagte, er habe damals den Strafbefehl geschluckt, damit die Sache nicht noch weiter öffentlich werde. „Ich habe sehr darunter gelitten, das hat meiner Karriere geschadet.“

 Gina-Lisa Lohfink und ihre Anwälte Christian Simonis (l) und Burkhard Benecken

Gina-Lisa Lohfink und ihre Anwälte Christian Simonis (l) und Burkhard Benecken.

Quelle: dpa

Lohfink hatte den Fußballer sowie einen VIP-Manager der Vergewaltigung beschuldigt. Diesen Vorwurf sah ein Gericht nicht bestätigt. Die beiden Männer wurden allerdings bestraft, weil sie einen Film vom Sex mit Lohfink verkauften. Das heute 29-jährige Model sollte 24 000 Strafe bezahlen - wegen falscher Anschuldigungen. Weil Lohfink das nicht akzeptierte, steht sie nun vor Gericht.

Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt und eine erneute Debatte über das Sexualstrafrecht sowie die Rechte von Opfern ausgelöst. Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) hatte den Vorwurf zurückgewiesen, dass die Staatsanwaltschaft voreingenommen ermittelt habe.

 Die "Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt" demonstriert  vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin

Die "Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt" demonstriert vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin.

Quelle: dpa

Während des Prozesses gegen Lohfink wegen falscher Verdächtigung haben am Montag zahlreiche Frauen gegen sexuelle Gewalt demonstriert. Einige Dutzend Mitglieder der „Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt“ versammelten sich am Morgen vor dem Amtsgericht Tiergarten. Sie hielten Plakate und Transparente hoch. Parolen wie „No means no - gegen den sexistischen Normalzustand“ und „Egal, was ich anziehe, egal, wo ich bin - Ja heißt Ja und Nein heißt Nein“ (aus dem Englischen übersetzt) standen darauf. Auch die Frauenrechtsaktivistinnen von Femen demonstrierten am Montag. Eine Aktivist, die sich die Worte „No means no“ auf den nackten Oberkörper geschrieben hatte, musste aus dem Gerichtsgebäude geführt worden.

 Eine Femen-Aktivistin demonstrierte am Montag im Amtsgericht Tiergarten

Eine Femen-Aktivistin demonstrierte am Montag im Amtsgericht Tiergarten.

Quelle: imago

Von dpa

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