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11 Dinge, die Sie tun können, wenn die EM nervt

Fußball-Europameisterschaft 2016 11 Dinge, die Sie tun können, wenn die EM nervt

Fußball, Fußball, Fußball, Europameisterschaft, Europameisterschaft, Europameisterschaft. Ja, es gibt kaum andere Themen zur Zeit. Wenn Sie das auch ziemlich balla balla finden, haben wir genau das Richtige für Sie. 11 Dinge, die sie tun können, wenn alle anderen über Fußball reden.

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Fußball und Fernseher, wohin man schaut. Dabei kann man während der EM so viele sinnvollere Dinge machen als Fußball zu schauen.

Quelle: dpa

Potsdam. Dem Thema Fußball in diesen Tag aus dem Weg zu gehen ist nicht einfach. Das Fernsehen berichtet quasi rund um die Uhr von der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Mal gehts’s darum, ob Hummels spielt oder darum, dass Ronaldo ein Mikrofon in einen Fluss wirft. Ein anderes Mal um die ach so kreativen irischen Fans, die eigentlich nur trinken und singen. Dass das als kreativ bezeichnet wird, sagt vieles über den gemeinen nicht-irischen Fußballfan.

Wir geben Ihnen 11 Tipps, wie Sie dem Thema Fußball entkommen können.

1. Okay, alle reden jetzt von Frankreich, dem Gastgeber der EM. Frankreich an sich mögen Sie schon, nur Fußball ist Ihnen irgendwie zu eintönig, zu nervtötend? Beginnen Sie Ihre ganz persönlichen Frankreich-Wochen : Es gibt hervorragende Bücher aus dem Land. Vorschlag für Frauen: Marguerite Duras, „Der Liebhaber“ (es geht um einen sehr anmutigen Mann). Vorschlag für Männer: Michel Houellebecq, „Unterwerfung“ (Es geht um einen sehr verhärmten Mann). Für alle, denen die Verlängerungen und das Elfmeterschießen aufs Gemüt schlagen, lesen Marcel Proust: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit.“

2. Da wir beim Lesen sind: Manchmal sind Texte über Fußball interessanter als das Spiel selbst. Wer zum Beispiel den EM-Teil der MAZ durchblättert, findet einen neuen Zugang zum Spiel . Die Seiten erzählen uns, dass Fußball ein Salonstück sein kann, mit schillernden Typen, klarer Taktik, menschlicher Fallhöhe und ständiger Brisanz. Leider ist das nur die halbe Wahrheit, denn ein Fußballspiel kann sehr irdisch, zäh und langweilig sein. Wer über Fußball liest, ist auf der sicheren Seite. Da wird das Spiel zur großen Erzählung. Doch schalten sie den Fernseher nicht an. Sie könnten enttäuscht werden. Das gleich gilt übrigens fürs Kino: Filmkritiken sind manchmal aufregender als der Film selbst.

3. Es gibt so viele starke Fernseh-Serien aus den USA , die aber ständig in den Videotheken verliehen sind. In diesen Tagen sind sie zu haben! Weil alle EM gucken. Holen Sie sich die Filme. Sie werden merken, man kann auch ohne Torschrei so etwas wie Spannung fühlen. Der Klassiker: „Breaking Bad“. Aktueller Tipp: „Orange Is The New Black“, neue Folgen sind draußen (über Netflix). Sie werben mit dem Motto: „Falls Ihnen etwas Orange bei der EM fehlt...“ Für nicht Eingeweihte: Die Niederlande, traditionell in Orange gekleidet, haben sich für die EM nicht qualifiziert.

4. Gönnen Sie sich das Gefühl, den anderen überlegen zu sein – zumindest moralisch. Gehen Sie abends joggen , wenn die Temperaturen etwas nachlassen. Und wenn die anderen Fußball gucken, mit fetter Wurst und Bier vor der Nase. Sport zu treiben ist befriedigender als Sport zu schauen. Die anderen, die Zuschauer, werden spüren: Irgendwas machen sie, die Zuschauer, gerade falsch. Sie selber aber werden nach dem Joggen unter die Dusche steigen und denken: Ich habe alles richtig gemacht.

5. Machen Sie Urlaub in einem Land, das sich nicht für die EM qualifiziert hat . Sie werden sehen, wie erholsam das Leben ohne Fußball-Hysterie ist. Die Menschen reden über das allzu Menschliche (Wetter, Badeseen) und über das allzu Unmenschliche (Donald Trump). Ist das nicht spannender als eine Nachbereitung von Albanien gegen Rumänien? Dieses Schlaraffenland liegt gar nicht weit entfernt: Holland (siehe oben)!

6. Wenn das ganze Dorf, die ganze Stadt vor dem Fernseher sitzt, dann gehen Sie alleine durch das leere Dorf , die leere Stadt – Sie kriegen ein Gefühl für Ihren Wohnort, wenn Sie ihn ohne Menschen sehen. Meiden Sie Kneipen oder Gärten, in denen Fernseher aufgestellt sind. Manchmal wirkt ein Ort ohne Menschen schöner. Manchmal hässlicher. Das müssen Sie entscheiden.

7. Wenn Sie Spiele an sich mögen, nur eben nicht Fußballspiele, weil die ihnen vielleicht zu eintönig oder nervtötend sind (siehe oben), dann gucken Sie sich Katzenvideos an . Katzen spielen ohne Siegprämie, geben vollen Einsatz, ohne die Schlachtrufe im Stadion zu brauchen. Für Katzen ist Spielen ein Selbstzweck. Man erlebt das Spiel in seiner reinsten Form. Außerdem sind Katzen niedlich. Kennen Sie wiederum einen niedlichen Fußballer, den man sich gerne anschaut? Gibt es nicht, weil Fußballer immer auf harten Mann machen, aber bei jeder Berührung hinfallen und sich winden, als wollten sie nach ihrer Mama rufen.

8. Wenn Sie Fußballer eigentlich doch ganz niedlich finden (oder schön, stark, vielleicht auch einfach nur erstrebenswert reich), aber keine Lust haben, zur besten Tageszeit, also nach Feierabend, vor dem Fernseher zu sitzen – dann sammeln sie Fußballbilder . Auch das ist spannend, denn die Tütchen aufzureißen, das ist immer ein kleines Finale. Oder ein kleines Weihnachtsfest. Sind die richtigen Bilder drin? Aber Achtung: Manche dieser Spieler, die in den Tütchen sind, wirken weder niedlich, stark, und sie sind nicht mal reich.

9. Der gemeine Fußball-Fan ernährt sich von Grillwurst und Bier. Zum Nachtisch Chips. Nicht gut? Überhaupt nicht gut! Machen Sie es besser. Suchen Sie sich im Internet Rezepte aus den Ländern der Gruppensieger . Und nehmen sich einen Abend frei, um das nachzukochen. Speisen Sie gemeinsam mit Freunden, zur Not an spielfreien Tagen, wenn während der Spiele keine Freunde kommen wollen. Das Problem: Auch Wales ist Gruppensieger. Was lässt sich aus Wales kochen, und hinterher auch essen? Die Frage stellen Sie bitte dem Internet. Wir wissen darauf leider gerade keine Antwort.

10. So ein See abends um neun kann schön sein. Ein leerer See am Abend um neun ist noch schöner. Schwimmen Sie ein paar Runden, während die anderen Fußball gucken . Sie können mit geschlossenen Augen schwimmen (was am schönsten ist), weil kein Verkehr auf dem See herrscht. Aber bitte bis Sonnenuntergang wieder an Land sein. Das Spiel ist dann noch nicht zu Ende. Wenn Sie wirklich erst daheim sein wollen, wenn die Partie abgepfiffen ist, laufen sie im Dämmerlicht um den See. Sie werden das alte Gefühl der Nachtwanderungen aus dem Schullandheim erleben (das ist am allerschönsten).

– die schönsten Badeseen finden Sie hier.

11. Wenn Sie die ganze EM nervt, und auch das Kontrastprogramm für Sie der reine Zinnober ist, dann suchen Sie den radikalen Ansatz: Machen Sie Ihre Steuererklärung. Denn jetzt wird es höchste Zeit. Wenn das geschafft ist, hat die liebe Seele Ruh’. Sie fühlen sich wie nach einem gewonnenen Elfmeterschießen. Der Titel gehört Ihnen!

Von Lars Grote

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