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Acht Monate Hausarrest für AC/DC-Schlagzeuger Rudd

Prozesse Acht Monate Hausarrest für AC/DC-Schlagzeuger Rudd

Der langjährige AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd ist zu acht Monaten Hausarrest mit einer elektronischen Fußfessel verurteilt worden. Der 61-Jährige hatte im April vor Gericht eine Morddrohung und Drogenbesitz eingeräumt.

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Kein Gefängnis, aber Hausarrest für Phil Rudd. Foto: Ross Setford

Tauranga. Sein Anwalt Craig Tuck hatte trotzdem auf Freispruch plädiert. Bei einer Verurteilung sei Rudds Karriere mit der Hardrockband vorbei. Der AC/DC-Sound sei ohne Rudd nicht möglich. Er habe Berufung eingelegt, sagte Tuck nach dem Urteil.

Richter Thomas Ingram erwies sich als Kenner der Musikszene, wie Gerichtsreporter berichteten. Rudd sei nicht unersetzbar. Die Band Queen habe selbst ohne ihren Frontmann Freddie Mercury weitergemacht, erwiderte der Richter Tuck.

Ob AC/DC Rudd wieder aufnehmen will, ist ohnehin fraglich. Rudd hatte vor kurzem zwar gesagt, er wolle wieder dazustoßen, aber Bandgründer Angus Young meinte in Interviews, das Verhältnis zu Rudd sei gestört. AC/DC besteht seit den 70er Jahren und ist eine der erfolgreichsten Bands überhaupt. Sie tourt gerade erfolgreich durch Europa, mit Chris Slade am Schlagzeug. AC/DC spielt am Sonntag in Gelsenkirchen.

"Papa hat ein goldenes Herz und könnte keiner Fliege etwas zuleide tun", las Rudds Anwalt aus einer Stellungnahme von dessen Sohn Stephen vor Gericht vor. "Aber wenn er Drogen nimmt, benimmt er sich so, wie er mir immer beigebracht hat, mich nicht zu benehmen." Der Richter ordnete eine Entziehungskur an. Er drohte Rudd, er werde im Gefängnis landen, sollten bei ihm wieder Drogen gefunden werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte Rudd im November 2014 zunächst vorgeworfen, er habe versucht, einen Auftragskiller anzuheuern. Das wurde mangels Beweisen fallen gelassen. Der Urheber der Anzeige ist bislang nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Es soll sich um einen Handwerker oder ehemaligen Mitarbeiter handeln, der Rudds Zorn erweckte. "Ich bring Dich um", soll Rudd am Telefon gesagt und jemand anderem Geld geboten haben, um den Mann aus dem Weg zu räumen.

dpa

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