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Aerosmith rocken die Waldbühne in Berlin

„Aero-Vederci“-Tour Aerosmith rocken die Waldbühne in Berlin

Nach fast 50 Jahren und rund 150 Millionen verkauften Tonträgern soll es das gewesen sein mit Aerosmith. Ihre aktuelle Tour trägt den Titel „Aero-Vederci“ und soll die letzte sein. Aber irgendwas stimmt da nicht – der energiegeladene Auftritt in der Berliner Waldbühne wirkte nicht wirklich wie ein Abschied.

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Sänger Steven Tyler (links) und Gitarrist Joe Perry bei ihrem diesjährigen Konzert in München.

Quelle: dpa

Berlin. Wer seine Band zu Grabe tragen will, sollte das in der Berliner Waldbühne tun. Im vergangenen Jahr beerdigte Ozzy Osbourne hier seine Heavy-Metal-Institution Black Sabbath und auch die amerikanischen Hardrock-Helden Aerosmith wollen sich am Dienstagabend hier verabschieden. „Aero-Vederci“ heißt das Motto ihrer Tour, die dem Vernehmen nach eine Abschiedstour sein soll. Doch Steven Tyler wirkt – anders als vor einem Jahr der amüsant tatterige Ozzy – nicht gerade, als müsse er umgehend in die Rock’n’Roll-Rente geschickt werden. Er ist ständig kurz davor, dem Spotlight zu entwischen, ist geschminkt wie ein Teenie, bunt lackierte Nägel inklusive, und nicht angegraut wie ein Greis. Kurzum: Nach überstandenen Drogenexzessen und Zerwürfnissen wirken Aerosmith fitter als noch zu manch jüngerer Phase ihrer Bandbiografie.

Die US-Hardrocker spielen sich umzingelt von Wänden aus Ventilatoren und Gitarrenverstärkern durch fast fünf Dekaden Rock’n’Roll. Angefangen mit dem vielsagenden „Let The Music Do the Talking“ über Superhits wie “Livin’ on the Edge” und “Walk this Way” spielen sie auch ein paar Balladen für 90er-Jahre-Kuschelrock-Nostalgiker („I Don’t Want to Miss a Thing“, „Cryin“). Geradezu kuschelig scheint mittlerweile auch das Verhältnis des einst verstrittenen Singer-Songwriter-Duo Steven Tyler und Joe Perry zu sein. Der Sänger applaudiert den Soli seines Gitarristen zu. Hier ein Tätscheln, da ein Klaps.

Nach fast genau zwei Stunden lautstark bejubeltem Blues- und Hardrock und einem erstaunlich rauen und energischen Auftritt ist Schluss. Tyler lässt Perry bei den Zugaben sogar auf sein weißes Piano steigen. War’s das also? Mitnichten. „Aero-Verderci“ heißt wohl auf Wiedersehen.

Von Maurice Wojach

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