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Asterix und Obelix sind zurück

Neuer Comic-Band erscheint Donnerstag Asterix und Obelix sind zurück

Für Römer und Wildschweine brechen wieder schwere Zeiten an. Denn Asterix und Obelix kehren zurück, die mutigen Gallier mit einer Vorliebe für kräftige Fausthiebe und saftige Braten. Am Donnerstagkommt der neueste Asterix-Band in die Läden.

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Quelle: dpa

Paris. „Asterix bei den Pikten“ ist eine Premiere, denn erstmals stammen die Zeichnungen nicht von Asterix-Miterfinder Albert Uderzo.

„Als ich mich entschieden habe, die Pinsel wegzulegen, zog sich mein Herz zusammen“, sagte der 86-jährige Uderzo. „Aber es ist auch ein Glück, da zu sein und zu sehen, wie das Abenteuer weitergeht.“ Die Asterix-Abenteuer hatte Uderzo nach dem Tod von René Goscinny 1977 mit anderen Autoren fortgesetzt, nun scheidet er als letzter Gründervater aus der Comic-Serie aus.

Die Entstehung des 35. Asterix-Albums verfolgte Uderzo aber aus nächster Nähe, immer wieder verbesserte er die Arbeit seines Nachfolgers Didier Conrad und gab Tipps. „Der Strich von Uderzo ist schwierig, das Bild ist sehr inspiriert, sehr komplex“, sagt Conrad, der in den acht Monaten Arbeit am Album so manche schlaflose Nacht verbrachte. „Manchmal war ich verzweifelt, aber Albert wusste genau das zu sagen, was nötig war, um vorwärts zu kommen: ,Dieses Detail geht nicht’ oder ,Das ist nicht schlecht'.“ In ihrem neuesten Abenteuer – dem ersten seit dem 2009 zum 50-jährigen Jubiläum erschienenen „Asterix und Obelix feiern Geburtstag“ – verschlägt es die unbeugsamen Gallier in die britischen Highlands. Pikten ist der Name, den die alten Römer Völkern in Schottland und deren Furcht einflößenden Kriegern gaben, wörtlich übersetzt bedeutet es „bemalte Menschen“.

Die Handlung ist ein streng gehütetes Geheimnis, einige Einzelheiten haben die Macher aber schon verraten: Es wird ein mit Tätowierungen übersäter Pikte namens MacOloch vorkommen, eine Hommage an den einst von Uderzo und Goscinny geschaffenen Comic-Indianer Umpah-Pah, es wird eine Liebesgeschichte geben, Whisky wird fließen wie sonst der Zaubertrank des Druiden Miraculix, und auch Bilder von Asterix und Obelix im Schottenrock machten schon die Runde.

Auf lieb gewonnene Traditionen werden Asterix-Fans nicht verzichten müssen, versichert der für den Text verantwortliche Jean-Yves Ferri: „Es wird Römer geben, epische Prügeleien mit ,Bonk! und ,Plaf!' und jede Menge Witze.“ Als gesetzt gelten dürfen die schon legendären Einleitungssätze „Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein!“ sowie das Feiergelage am Ende der Geschichte.

Für Conrad und Ferri war es eine Herausforderung, einen Comic zu schaffen, der die Tradition der Erfolgsserie bewahrt, ohne zugleich verstaubt zu wirken.

ASTERIX IN ZAHLEN UND FAKTEN

Der erste Teil erscheint am 29. Oktober 1959 im Magazin „Pilote“.

„Asterix der Gallier“ heißt das erste Album 1961 mit einer Auflage von 6000 Exemplaren.

35 Alben sind bis heute erschienen, in 110 Sprachen und Dialekten .

Die weltweite Auflage liegt bei rund 350 Millionen, davon fast ein Drittel im deutschen Sprachraum. Aneinandergereiht würden die Hefte zweimal um die Erde reichen.

Asterix und Obelix lieferten Stoff für 8 Trick- und 4 Spielfilme.

Die Filme wurden in 50 Sprachen übersetzt und zogen 70 Millionen Zuschauer an.

Nördlich von Paris wurde den Galliern 1989 gar ein Vergnügungspark gewidmet: Parc Astérix.

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Von Fabian Erik Schlüter

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