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Auktions-Rekord für Lennon-Gitarre

Auktion Auktions-Rekord für Lennon-Gitarre

Sie wurde auf 800 000 Dollar geschätzt und bringt das Dreifache ein: Eine lange verschollene Gitarre von John Lennon stellt einen Auktions-Rekord auf. Auch ein Elvis-Piano und andere Beatles-Andenken kommen unter den Hammer.

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John Lennons J-160E Gibson ist ein Vermögen wert. Foto: Julien's Auction

Los Angeles. Die Gebote schießen in die Höhe. Ein Raunen geht durch den Saal, dann fällt der Hammer. Der bis dahin beherrschte Auktionator ruft fassungslos: Es ist ein Weltrekord.

Den hat am Samstag im Auktionshaus Julien's in Beverly Hills eine über 50 Jahre lang verschollene Gitarre, auf der einst John Lennon (1940-1980) spielte, aufgestellt. Die Gibson des damaligen Beatle-Musikers wurde für die Rekordsumme von 2,4 Millionen Dollar (rund 2,2 Millionen Euro) versteigert.

"Ich kann es einfach nicht glauben", sagte Geschäftsführer Darren Julien von Julien's Auctions der Deutschen Presse-Agentur. Dies ist die vielleicht "historischste" Gitarre aller Zeiten. Es sei ein Weltrekord für eine Gitarren-Versteigerung. Der Schätzpreis für das Instrument hatte bei "nur" 600 000 bis 800 000 Dollar gelegen. Wer nun vielleicht auf der Millionen-Gitarre spielen könnte, wurde allerdings nicht bekannt. Der Käufer wolle anonym bleiben, teilte Julien mit.

Lennon hatte das Instrument 1962 für 161 britische Pfund erworben und darauf Hits wie "Love Me Do", "She Loves You", "I Want to Hold Your Hand", "All My Loving" und "This Boy" gespielt.

Dem Auktionshaus zufolge zählte die J-160E Gibson zu Lennons Lieblingsgitarren. Bei einem Auftritt im Dezember 1963 in London ging das Instrument verloren. Es wurde später in Kalifornien verkauft, ohne dass die Herkunft bekanntwurde. Erst im vorigen Jahr konnte der Beatles-Experte Andy Babiuk die Holzmusterung der Gibson mit alten Fotos vergleichen und sie als Lennons Gitarre von 1962 ausweisen.

Es war nicht der einzige Coup für das Auktionshaus, das im Rahmen der "Rock 'n' Roll"-Auktion in Beverly Hills über dreihundert Stücke von Musikgrößen unter den Hammer brachte. Gut zwei Millionen Dollar, das Doppelte des Schätzpreises, brachte das Schlagzeugfell einer Trommel, auf der die Beatles 1964 bei ihrem legendären Auftritt in der New Yorker "Ed Sullivan Show" spielten. Es war ihr erster TV-Live-Auftritt in den USA. Der Beatles-Schriftzug prangt in großen, schwarzen Buchstaben auf dem Instrument.

Auch ein vergoldetes Piano des "King of Rock and Roll" wurde zur Goldgrube. Elvis Presley (1935-1977) hatte den Flügel 1955 für seine Mutter gekauft, seine Frau Priscilla ließ das Instrument später mit Blattgold überziehen. Nun war es einem anonymen Käufer gut 600 000 Dollar wert.

Doch Elvis-Fans kamen am Samstag auch billiger davon. Ein maßgeschneiderter weißer Lederanzug fand für 57 600 Dollar einen neuen Besitzer. Ein Tablettenbehälter mit einem Rezept für Valium-Pillen aus dem Jahr 1976 war schon für 6000 Dollar zu haben.

140 000 Dollar für eine braungrüne, verwaschene Strickjacke mit einem Brandloch? Das zahlte ein Bieter für den Sweater, den der 1994 gestorbene Nirvana-Sänger Kurt Cobain 1993 bei einer "Unplugged"-Session des Musiksenders MTV trug.

Auch bei Michael-Jackson-Andenken trieben die Bieter die Preise hoch. Eine schwarze Samtjacke, die der "King of Pop" unter anderem 1991 auf der Hochzeit von Elizabeth Taylor und Larry Fortensky trug, wurde für gut 24 000 Dollar versteigert.

dpa

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