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Kultur Bauhaus als Exilgeschichte
Nachrichten Kultur Bauhaus als Exilgeschichte
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12:00 21.02.2013

Nun will die heutige Lehrstuhlinhaberin „Kunstgeschichte“ an der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) Cottbus noch vorhandene weiße Flecken in der Folgezeit der Bauhaus-Bewegung füllen.

In den kommenden drei Jahren wird Droste zusammen mit ihrem Kollegen Patrick Rössler, Lehrstuhlinhaber für Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt, unter dem Titel „Bewegte Netze – Bauhausangehörige und ihre Beziehungs-Netzwerke in den 1930er und 1940er Jahren“ Schicksale von Bauhaus-Schülern untersuchen. Insgesamt fünf Kunsthistoriker und Kommunikationswissenschaftler werden Archivmaterial in aller Welt sichten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit 400 000 Euro.

„Bislang kennt man nur die Erfolgsgeschichte verschiedener Bauhauskünstler“, sagt Droste. Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe konnten zum Beispiel nach der Zerschlagung des Bauhauses durch die Nazis in den USA als erfolgreiche Auftragnehmer reüssieren. Wer aber kenne den begabten Künstler Günter Hirschel-Protsch? Dieser war aus Deutschland geflüchtet und 1938 mit nur 36 Jahren in Chile an einem Lungenleiden gestorben. Erst unlängst hat die Berliner Galerie Berinson Collagen von ihm entdeckt und sein Leben erforscht. Solche Schicksale gibt es zuhauf. An der Kunstschule Bauhaus lernten ab 1919 insgesamt 1200 Studenten in verschiedensten Fächern. Nicht alle wurden berühmt.

„Gerade jetzt, wo das Bauhaus auch Weltkulturerbe ist, geht es darum, eine Gegengeschichte zu schreiben“, so Droste. Bauhaus sei auch eine Geschichte der Vertreibung, des Exils und des oftmaligen Scheiterns. Vielleicht schon 2016 wird dazu ein Buch erscheinen. Darüber hinaus wird ein Internetportal neues Licht auf eine der bedeutendsten Kunstschulen der Moderne werfen.

www.tu-cottbus.de/fakultaet2/de/kunstgeschichte/forschung/projekte/bewegte-netze.html (Von Rüdiger Braun)

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