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Beatles-Sammlung wird in New York versteigert

Musik Beatles-Sammlung wird in New York versteigert

In Hamburg hat alles angefangen, der Erfolg der Beatles und des Uwe Blaschke. Nach dem plötzlichen Tod des Riesenfans und Sammlers werden dessen Preziosen nun in New York versteigert. Und darunter sind echte Schätze

New York. Der Kern des vor drei Jahren geschlossenen Hamburger Beatles-Museums wird in New York versteigert.

Heritage Auctions will am 19. September die mehr als 300 Exponate des legendären Sammlers Uwe Blaschke in Manhattan unter den Hammer bringen, wie die Deutsche Presse-Agentur von dem Kunsthändler in Dallas erfuhr. Allein für den Vertrag für die erste Platte der Beatles, "My Bonnie", erwarten die Texaner 150 000 Dollar (135 000 Euro).

Blaschke hatte seine über Jahrzehnte gesammelten Stücke in das Museum "Beatlemania Hamburg" eingebracht. Nach seinem unerwarteten Tod 2012 und ausbleibenden Fördergeldern schloss die Ausstellung aber nach nur drei Jahren wieder. Blaschke galt als Experte für die legendäre Band in der Stadt, in der für die Liverpooler alles anfing.

"Diese Sammlung zeigt einen Teil der Beatles-Geschichte, die international wenig bekannt ist", sagte Ulf Krüger, der mit Blaschke bei "Beatlemania" zusammenarbeitete. "John Lennon selbst hat einmal gesagt, er sei zwar in Liverpool geboren, aber in Hamburg groß geworden. Diese Sammlung dokumentiert diese Entwicklung. Es gibt auf der ganzen Welt nicht ähnliches."

Zur Sammlung gehören Dokumente, seltene Fotos, Autogramme und Artefakte der einsetzenden Beatlemanie. Sie umspannt zwar die ganze Karriere der vier, konzentriert sich aber auf die Anfangszeit in Hamburg, als die hoffnungsvollen, aber unbekannten Engländer für ein paar Mark auftraten. Bert Kaempfert hatte mit ihnen und Tony Sheridan "My Bonnie" aufgenommen - doch die Platte von "Tony Sheridan & The Beat Brothers" verkaufte sich in Deutschland schlecht. Allerdings weckten die Beatles so die Aufmerksamkeit ihres späteren Managers Brian Epstein - und traten so eine einzigartige Karriere los. Den Plattenvertrag mit Kaempfert hatten die Beatles sowieso kaum verstanden; er war auf Deutsch.

"Das ist das vielleicht wichtigste Beatles-Dokument, das je versteigert wurde", sagte Dean Harmeyer von Heritage Auctions. "Ohne diesen Vertrag, der sie direkt zu Brian Epstein führte, hätten die Beatles möglicherweise niemals Erfolg haben können." Zur Sammlung gehören eine Postkarte von Ringo Starr an seine Großmutter ("Lots of Love, Richy xxxxx"), ein Brief Epsteins an einen Hamburger Club und eine von dem Quartett signierte Speisekarte. Und ein Foto des 17-jährigen George Harrison mit seiner ersten Lederjacke, kurz bevor er aus Hamburg nach England ausgewiesen wurde - weil er minderjährig war.

dpa

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