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Berauschend beschleunigtes Banjo

MAZ-Konzerttipp Berauschend beschleunigtes Banjo

Man könnte sich ein Foto von Pert Near Sandstorm hernehmen und mal die Saiten ihrer Instrumente zählen. Da kämen etliche bei der Band aus Minnesota zusammen, die so vortrefflich mit Banjo, Gitarre, Mandoline, Geige und Bass umzugehen versteht. Und die mit Bluegrass den großen Reichtum amerikanischer Volksmusik aufblättert.

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Sie drücken aufs Tempo und beleben den Bluegrass mit neuen Ideen – Pert Near Sandstone.

Quelle: Promo

Potsdam. Kellerkinder sind sie. Denn im Untergeschoss eines Hauses in Minneapolis, im US-Bundesstaat Minnesota, haben Pert Near Sandstorm erstmals geprobt und ihr Debüt aufgenommen. Das war vor zehn Jahren und aktuell haben die Jungs ihr Album „Discovery The Honey“ im Tour-Gepäck. Zu dem gehören allerlei Instrumente. Einzige Bedingung: Sie müssen Saiten haben. Damit ist die Musikrichtung für den fingerflinken Fünfer beinahe schon vorgezeichnet: Bluegrass.

Diese von Tradition gesättigte Musik lebt und gedeiht als Teil der breit gefächerten Country-Music seit dem Wirken seiner Pioniere Bill Monroe und Earl Scruggs vor beinahe 100 Jahren. Daran knüpfen Pert Near Sandstorm an und setzen ihre Akzente auf Banjo, Fiedel, Mandoline, Gitarre und Bass. Stürmisch, solistisch auf technisch hohem Niveau und mit fröhlich-frischen Ideen.

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Auf in die großen Städte: Denen Kevin Morby (29) auf seiner vierten Platte „City Music“ Referenz erweist. Vor allem aber die Hassliebe schildert, denen viele durch urbanes Leben ausgesetzt sind. Ein Fiebertraum mitunter, der sich kaum abstreifen lässt. Einsamkeit und das Gefühl fremd zu sein zwischen Wolkenkratzern und Vorortsiedlungen. Morby, der aus Kansas City stammt, tut dies mal mit sacht und begleitet von einer alten Pump-Orgel. Oder in lakonischen, schlackenlosen Rockern, bei denen ihm wohl häufig Lou Reed über die Schultern geschaut oder die Ramones die eingängige Songstruktur geliefert haben dürften. Kevin Morby tritt am Sonntag, dem 2. Juli, um 22 Uhr im Quasimodo auf.

So spielt nicht nur Tempo, sondern auch Rhythmus eine Rolle – Fußstampfen und sogar Steppdtanz-Elemente gehören dazu. Die Geige von Ryan Young, der inzwischen zur Band zurückkehrte, nachdem er einige Zeit Trampled By Turtles unterstützt hatte, klingt etwas irisch. Kein Wunder, hat Country doch stets viel gewonnen durch die musikalischen Einflüsse der Einwanderer nach Amerika. Folk aus Europa plus Bezüge zu den Kirchenliedern, den Gospeln, wie sie von den Afroamerikanern gesungen wurden, oder dem Blues.

Pert Near Sandstorm geben dem Ganzen eine neuen Anstrich – auf den einschlägigen Festivals wie dem Telluride oder Mountain Stage war die Formation längst dabei.

Konzert: Pert Near Sandstone spielen am Dienstag, dem 27. Juni, um 22 Uhr im Quasimodo in Berlin-Charlottenburg

Von Ralf Thürsam

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