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Kultur Knallharter Gangsterfilm als Regie-Debüt
Nachrichten Kultur Knallharter Gangsterfilm als Regie-Debüt
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15:18 26.02.2018
D. wird gespielt von Aml Ameen Quelle: Berlinale
Berlin

'Man entscheidet sich für den Weg der Rechtschaffenen oder der Verdammten' - diesen Satz bekommt der Junge D. mit auf den Weg. D. (Aml Ameen) wächst in den 70er-Jahre in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston, in der ein Bandenkrieg herrscht. Der Junge Jamaikaner wird später Zeuge, wie sein Bruder erschossen wird.

D. kommt bei einer der Gangs unter, der Boss 'King Fox' wird so etwas wie ein Ziehvater für ihn. Als Teenager erledigt er Handlagerjobs, später steigt er in das kriminelle Geschäft des Clans ein. In den 80er-Jahren schickt ihn der Boss nach London, wo er für ihn einen Drogendeal eintüten soll.

Idris Elba ist längst eine große Nummer als Schauspieler. Er hat den südafrikanischen Anti-Apartheidshelden Nelson Mandela gespielt und verkörpert in der Serie 'Luther' einen ziemlich kaputter Ermittler. Er macht das so gut, dass er als neuer James-Bond-Darsteller gehandelt wird. Nun zeigt er auf der Berlinale in der Sektion Panorama sein Regie-Debüt 'Yardie', ein jamaikanisches Slangwort für Gangster, aber auch die Bezeichnung für Jamaikaner, die im Ausland wohnen. 

Es ist ein spannender Thriller geworden, in dem die Hauptfigur D. immer wieder vom Weg abkommt und den Pfad der Verdammten nimmt. Er plagt sich mit seiner Vergangenheit, will sie wieder gut machen, gerät aber immer tiefer in die Machenschaften des Clans und gerät auch in London zwischen die Fronten.

An einigen Stellen hakt das Drehbuch, einige Volten sind unnötig und zu viel. Elba hat für den Film, bei Jamaika als einem Spielort auch naheliegend, Reggae-Musik als Klammer gewählt. Das ist zwar nett anzuhören, doch leider schließt Elba die Klammer nicht, was dem Film sicher gut getan hätte.

Von Christian Meyer

Yardie läuft noch am 22. Februar um 19 Uhr im Zoo Palast, am 23. Februar um 22.30 Uhr im Cinemaxx 7 und am 24. Februar um 14.30 Uhr im Cubix. 

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