Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Berlinale – Joaquin Phoenix und ein Schwein
Nachrichten Kultur Berlinale – Joaquin Phoenix und ein Schwein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:35 22.02.2018
Lässige Brille, lässiger Blick. Joaquin Phoenix bei seiner Ankunft auf der Berlinale. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Dieser Auftritt hat einen Bären verdient. Einen besonders lässigen – Joaquin Phoenix ist am Dienstag auf der Berlinale angekommen und hat seinen Film „Don’t worry he won’t get far on foot“ vorgestellt. Dabei mit Coolness und flapsigen Sprüchen überzeugt. Die Berlinale-Short-Stories vom Dienstag.

Alte Bekannte

Man kennt sich, man grüßt, redet aber kaum miteinander. Die Berlinale-Fachbesucher legen jeden Tag ähnliche Wege zurück. Durchs Pressezentrum im Hyatt-Hotel, rüber ins Kino Cinemaxx, durchs Shopping-Center zurück ins Hyatt. Zwangsläufig begegnet man da immer wieder den gleichen Gesichtern. Den Kontrolleuren vor dem Kino, dem Hotelpersonal. Meist bleibt es beim stummen Gruß. Doch einige Angestellte hinterlassen auch Spuren. Zum Beispiel ein junger Mann, der Dienst vor einer Fahrstuhl-Tür im Hyatt tut und für jeden ein Lächeln übrig hat. Eine Besucherin hat er so beeindruckt mit seiner Freundlichkeit, dass er von ihr eine große Tüte Schweizer Schokolade bekommen hat. So werden Fremde zu Freunden.

Lässiger Auftritt

Die Autotür öffnet sich, dutzende Fotos werden über die Absperrung gereicht, „Joaquin, Joaquin“ und „Mister Phoenix“-Rufe schallen über den Platz. Was macht der Star? Zündet sich eine Zigarette an, bittet um Ruhe und schreitet dann entspannt am Spalier der Fans entlang. Dabei vergisst er fast die Zeit – und muss die Autogrammstunde abbrechen, um nicht zu spät zur Pressekonferenz zu kommen. Dort spricht er über seinen neuen Film „Don’t worry he won’t get far on foot“ – aber eigentlich amüsiert er sich mehr über das Geschehen und die Fragen. Aber er tut das so ironisch und charmant, dass man ihm das nicht übel nimmt. Joaquin Phoenix darf das.

Wo, wie, wann – hä?

Journalisten genießen bei der Berlinale viele Privilegien – sie dürfen alle Filme sehen, bevor sie im offiziellen Programm zu sehen sind. Ein wenig Planung bedarf es dafür aber auch. Manche Filme überschneiden sich. Aber auch dann kann der Film noch gesehen werden, dann eben im normalen Programm. Die Karten dafür werden einen Tag vorher ausgegeben. Welche Filme wann und wo laufen, steht auf grünen und roten Listen. Und wer da mal nicht genau hinguckt, kauft eine Karte für den falschen Tag oder in einem Kino, dass nicht am Potsdamer Platz liegt. Und wenn man dann auch noch bei der Uhrzeit nicht aufgepasst hat, kann man den Film ganz schnell verpassen. Denn wer zu spät kommt, darf nicht mehr rein. Das gilt für alle.

Schweinisches zum Abend

Iranische Filme haben bei der Berlinale eine ganz besondere Geschichte – sie haben im Wettbewerb oft eine wichtige Rolle gespielt. Zum Beispiel 2015, da gewann mit „Taxi“ ein Film aus dem Iran den Goldenen Bären. Das Stück des Regisseurs Jafar Panahi handelte davon, wie schwierig es ist, im Iran Filme zu machen. Auch die abgedrehte Komödie „Khook“ (Schwein) handelt davon. Ob der Film von Mani Haghighi Chancen hat, den Preis zu gewinnen, kann noch nicht gesagt werden. Aber der Andrang der Journalisten am Dienstag war groß – der Film wurde auch deswegen viermal gezeigt. Zum Vergleich: der Eröffnungsfilm lief dreimal.

Von Christian Meyer

Es wird eine große Schau: Das Museum Barberini zeigt bis Juni Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Skizzenbücher von Max Beckmann. Für die Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“ wurden 112 Leihgaben nach Potsdam geholt.

22.02.2018

Als grummeliger Bert aus der Sesamstraße brachte er zahlreiche Kinder zum Lachen. Hollywood-Größen wie Christopher Lee und Michael Caine lieh er in Kinoklassikern seine Stimme. Nun ist der beliebte Synchronsprecher und Schauspieler Christian Rode im Alter von 81 Jahren gestorben.

22.02.2018

Ein englischer Arzt verfällt in China der Droge. Als er in der Heimat unter Mordverdacht gerät, flieht er nach Indien. Überwiegend in einem Münchner Atelier entstanden, verband der Film „Opium“ exotischen Thrill mit erotischen Schauwerten.

22.02.2018
Anzeige