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Kultur Eine Ode an das Eiskonfekt
Nachrichten Kultur Eine Ode an das Eiskonfekt
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20:24 21.02.2018
Maurice Wojach, Berlinale Kolumne 2018 Quelle: Maurice Wojach
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Berlin

Cineasten sind kultiviert und achten auf gutes Benehmen. Nichts darf den Genuss und die Analyse des gezeigten Films beeinträchtigen. Ein bedeutungsvoll betonter Intellektuellenräusperer ist angemessen, aber ein Rascheln – niemals. Glauben Sie das wirklich? Dann gehen Sie mal auf die Berlinale.

Alle bisher erschienen Kolumnen

– Teil 4: Porno oder Popcorn: Diese Filme passen zu Ihnen

– Teil 3: Auch Idioten dürfen inspirierend sein

– Teil 2: Pattinson, der ewige Posterboy?

– Teil 1: Hundefilme? Ich muss draußen bleiben

Zum Knigge im Kino gehört, dass Cinemaxx und Co. während der Filmfestspiele kein Popcorn verkaufen. Das wirkt inspirierend. Folgende Nahrungsmittel wurden in den vergangenen Jahren schon neben, vor und hinter mir geschluckt, gekaut, getrunken: Geschmierte Brote, Trockenobst, Frischobst, Sushi, China-Nudeln, Cappuccino, Bier, Wein, Cola mit Rum, Mate-Tee. Ich rechne fest damit, dass eines Tages ein Kollege während einer philippinischen Vier-Stunden-Doku ein Käsefondue aufbauen wird. Auch ein Spanferkel am Spieß lässt auf sich warten. Noch.

– Hier finden Sie alle Infos zu Berlinale: www.MAZ-online.de/berlinale

Der Dealer der Snacksüchtigen versteckt sich im hintersten Eck der Arkaden am Potsdamer Platz. Das Böse hat vier Buchstaben: REWE. Zwischen den Filmen laden die Kinogänger nach. Beim Einlass verschwindet die Mampf-Munition, im Berlinale-Rucksack. Weingummi, Schokoriegel, Ritter Sport - alles schön und gut, nichts aber geht mir mehr auf die Nüsse als, genau, Nüsse. Man muss nicht unter Misophonie (chronischer Hass auf Essgeräusche) leiden, um nicht 90 Minuten lang von links und rechts beknackt werden zu wollen. Aber sich kalorienreich vom Film ablenken geht auch ohne Kiefergeräusche. Kommen wir also zu meiner Lieblingssünde, die bitte von Dieter Kosslick höchstpersönlich und kostenfrei an alle Cineasten zu verteilen ist: Eiskonfekt. Und bitte: nicht kauen, lutschen!

Von Maurice Wojach

Narzissmus, Drogenexzesse, Sinnsuche: „Panikherz“ heißt der autobiografische Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre, in dem er Rausch und Ruhm eines notorischen Selbstzerstörers ebenso eindringlich wie selbstironisch beschreibt. Das Berliner Ensemble bringt „Panikherz“ jetzt auf die Bühne und zeigt grandiose Schauspiel- und Gesangskunst.

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André Kubiczek geht in seinem neuen Roman der Frage nach, wie aus wütenden jungen Männern wütende ältere Männer werden. Am Montag stellt der Erfolgsautor seinen Roman in Potsdam vor.

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