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Kultur Black Sabbath-Abschiedskonzert in Berlin
Nachrichten Kultur Black Sabbath-Abschiedskonzert in Berlin
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07:55 09.06.2016
Ozzy Osbourne bei einem Konzert am 1. Juni 2016 in Budapest (Ungarn). Quelle: Balazs Mohai
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Berlin

Wie er so die Augen aufreißt und mit den Armen schlackert, wirkt Ozzy Osbourne wie ein pensioniertes Schlossgespenst. Gruselig wirkt er nicht mehr, eher putzig. Gebückt tippelt der „Fürst der Finsternis“ immer wieder ein paar Schritte nach vorne und zurück. Wäre die Bühne ein Supermarkt, würde man denken – ah, da sucht ein alter Mann sein fallengelassenes Kleingeld, dem sollte man helfen.

Bewunderung für Ozzy

Und doch schafft es der Sänger beim Abschiedskonzert seiner Band Black Sabbath am Mittwoch in der Berliner Waldbühne, nicht nur belächelt, sondern bewundert zu werden. So sehr sich der 67-Jährige in den vergangenen Jahrzehnten auch geschunden und berauscht hat, stimmlich bleibt er ein Heavy-Metal-Aushängeschild. Er hat mit seiner Band das Genre erst erfunden, vor 50 Jahren die Härte in den Rock’n‘Roll gebracht, als alle mit Blumen im Haar vom Weltfrieden sangen und benebelt an der Klampfe zupften.

Umjubelter Abschied

Das ausverkaufte Berliner Konzert von Black Sabbath gerät zur euphorisch bejubelten Abschiedsmesse. Ozzy jault sich virtuos durch Klagelieder wie etwa „War Pigs“. Die Riffs von Tony Iommi sind bleischwer und elegisch, die bandtypischen Tempowechsel lassen einen aber nicht eindösen. Die Leinwände zeigen alte Bilder von Black Sabbath, die Live-Aufnahmen werden bei „Hand of Doom“ mit einem grobkörnigen Schwarz-Weiß-Filter überzogen.

Undatierte Aufnahme von den Anfängen der britischen Hardrock-Band Black Sabbath, Quelle: dpa (Archiv)

Denkmal aus fernen Zeiten

Ozzy sieht aus wie ein Denkmal aus einer anderen Zeit – und das ist er ja auch. Fürchten muss sich keiner mehr von ihm. Der berauschte Rüpel, der sich einst Ameisen durch die Nase zog und einer Fledermaus auf der Bühne den Kopf abbiss, lässt in der Waldbühne Fans und Fauna in Ruhe. Auch die düstersten Passagen seiner Songs unterbricht er mit „We love you all!“-Rufen.

Am Ende verausgabt sich der Schockrock-Opa nochmal beim Superhit „Paranoid“. Der Jubel ist groß, das Gespenst darf sich jetzt ausruhen und die Rente genießen.

Von Maurice Wojach

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