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Kultur Brüchige Existenz – wer holt die Bären?
Nachrichten Kultur Brüchige Existenz – wer holt die Bären?
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21:03 19.02.2016
Gerard Depardieu und Vincent Lacoste am Freitag bei der Saint-Amour-Kino-Premiere auf der Berlinale. Quelle: imago stock&people
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Berlin

Im Hotelfoyer sind dezente Hinweistafeln postiert. Filmtitel sind darauf vermerkt, dahinter jeweils ein Stockwerk: Drei der besten Charakterdarstellerinnen der Welt wollen etwas zu ihren neu­en Filmen sagen. Emma Thompson, Greta Gerwig, Juli

Diven-Gehabe ist den dreien fremd, die Profis geben sich zugewandt. Thompson weiß auch auf weniger kluge Fragen amüsante Antworten, Gerwig strahlt eine Unbefangenheit beinahe wie in ihren Rollen aus, und Moore frischt zum Abschied die verschütteten Deutschkenntnisse ihrer Kindheit wieder auf – per Handy-App.

Bei solchen Begegnungen stellt sich dieses besondere Gefühl ein, das im Trubel von elf Berlinale-Tagen und allein 23 Filmen im Wettbewerb unterzugehen droht. Stars, verteilt auf Stockwerke: So etwas gibt’s nur bei großen Festivals.

Immer wieder waren Menschen auf der Flucht



Einem Dokumentarfilm gelang es am besten, von der Brüchigkeit der Existenz zu erzählen: In „Fuocoammare“ (Feuer auf dem Meer), angesiedelt auf Lampedusa, treffen Migranten auf einen vermeintlich heilen Inselalltag. Aber die Welten in Gianfranco Rosis Film existieren nebeneinander, sie berühren sich kaum. Gut möglich, dass dieser provokative Zugriff den Goldenen Bären davon trägt.

Isabelle Huppert war in Nöten

Auch privat waren die Kinofiguren in Nöten – Isabelle Huppert etwa als alternde Philosophielehrerin, die sich auflösende Familien- und Berufsstrukturen als neue Freiheit zu begreifen versucht („L’Avenir“). Keine Figur aber litt mehr als die unglücklich Schwangere (Julia Jentsch) im einzigen deutschen Wettbewerbsbeitrag „24 Wochen“ von Regisseurin Anne Zohra Berrached. Je länger diese Berlinale währte, desto stärker erschien dieser aufwühlende Film.

Auch das könnte am Sonnabend ein Kriterium für Jury-Präsidentin Meryl Streep sein: Sie erklärte, sich im Herzen berühren lassen zu wollen, bevor ihr Kopf sich an die Arbeit mache. So gesehen wären Corentin Fila und Kacey Mottet Klein eine gute Wahl für den Darstellerpreis der Männer: In André Téchinés „Quand on a 17 Ans“ müssen sie sich als jugendliches Paar erst zusammenraufen.

Immerhin ein Regisseur feierte das menschliche Miteinander: Der Däne Thomas Vinterberg erzählt in „Kommune“ von einer solchen in den 70ern. Ein Paar (Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen) zerbricht, er nimmt sich eine Jüngere und diese zieht gleich mit ein. Das Kollektivkonzept gerät an Grenzen, aber aufgegeben wird es nicht. Was ihn an den 70ern fasziniert habe, so Vinterberg, sei die Bereitschaft gewesen, miteinander zu teilen. Das vermisse er heute in seinem Heimatland, in dem sich die Grenzen für Flüchtlinge schlössen. Da war

Von Stefan Stosch

Die Feier zur Entdeckung der Gravitationswellen am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik ist praktisch eine Zusammenfassung der vergangen Monaten vom Signal bis zur Gewissheit. Doch wie fühlt man sich erst als Forscher eines solchen Teams, wenn zum Erfolg der wissenschaftlichen Arbeit auch noch privates Glück hinzukommt?

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Nach der New Yorker Fashion Week zeigen seit Freitag Designer in London, wie die Mode in der nächsten kalten Saison aussehen könnte. Zum Auftakt schickte das Label J.

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