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Kultur Camille faucht, kratzt und schmust
Nachrichten Kultur Camille faucht, kratzt und schmust
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09:05 02.05.2016
Komm aufs Kanapee zu Camille O’Sullivan. Quelle: Jamie Baker
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Potsdam

Bewunderung erfüllt wohl jeden, der sieht, wie Kranich „auffliegt“ – eben erst gefaltet aus einem weißen, quadratischen Blatt Papier. Was geschickte Hände vermögen, gelingt auch einer Stimme. Zumal wenn sie einer Sängerin wie Camille O’Sullivan zu eigen ist. Die Irin – gefeiert im Pariser Olympia - macht sich aber auch jeden Song, dem sie sich widmet, zu eigen. Sehr sogar. Sie ist, daran lässt sie nicht den leisesten Zweifel aufkommen, die Gebieterin über das musikalische Material. Camille O’Sullivan dreht, biegt, formt, wendet und krempelt die Stücke um, dass es eine Art hat. Allein schon durch ihre Auswahl hält die 41 Jahre alte Künstlerin das fest Zepter in der Hand. Wie auf ihrem Album „Changeling“, was so viel wie Wechselbalg bedeutet. Ihre Interpretationen haben ein ganz eigenes Flair, wenn sie sich teils düsteren (Rock-)Stücken von Arcade Fire, David Bowie, Tom Waits und immer wieder Nick Cave zuwendet. Nicht nur mit ihrer Stimme spielt sie, auch mit Körpereinsatz. Camille O’Sullivan, die Tochter einer französischen Künstlerin und eines irischen Rennfahrers, kann alles sein, was sie will – Vamp, Chanteuse oder Varieté-Star. Den Atem dazu hat sie. Agiert mal verrucht, mal verschmust oder verführerisch.

Konzerte: Dienstag bis Donnerstag, 3. bis 5. Mai, 20 Uhr, Bar Jeder Vernunft in Berlin-Wilmersdorf.

Von Ralf Thürsam

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