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Charles Bradley - der späte Soul-Star

MAZ-Konzerttipp Charles Bradley - der späte Soul-Star

Es war ein einschneidendes Ereignis, als Charles Bradley – gerade mal 16 Jahre alt – den Godfather of Soul im Apollo Theater sah. James Brown lieferte einen hoch explosiven Auftritt ab. Dekaden später ist Bradley selbst ein Soul-Star. Später Ruhm für einen Musiker, der selbst lange auf Amerikas Schattenseite lebte. Der 67-Jährige stellt sein neues Album „Changes“ in Berlin vor.

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Soul-Man aus Brooklyn: Charles Bradley.

Quelle: Shayan Asgharnia

Berlin. Ist Charles Bradley ein Spätberufener? Das mögen manche finden. Spät, also als reifer Mann jenseits der 60, ist der US-Amerikaner zumindest ein Soul-Star. Selbstredend einer der alten Schule. Womit wir sogleich bei der Sache wären: Der Sänger hat sich einst nämlich anstecken lassen. Von niemand Geringeren als Ihrer Hoheit James Brown, dem Godfather of Soul, der am 3. Mai 80 Jahre alt geworden wäre. Wie er wollte Bradley sein. Sein Herz hat er sich aus dem Leib gesungen. Und seine Seele. Lange hat Bradley auf der Schattenseite Amerikas gelebt, ertrug Armut in Brooklyn, Unbehaustsein und rassistische Schmähungen. Doch er hielt stand. Jüngst legte er sein Album „Changes“ vor. Amerika erhält seinen Segen, doch er mahnt Veränderungen an. Hingebungsvoll, ekstatisch und herzergreifend - der Sänger präsentiert sich mit breiter Brust, brüllt, barmt und zeigt großen Atem mitsamt seinen äußerst geschmeidigen Begleitern - His Extraordinaires. Und ja, seine Songs sind immer eine Huldigung an den Herrn da droben. Bradley schulterte sein Kreuz. Predigt die Liebe. Er verdiente sich den Respekt gebietenden Beinamen „The Screaming Eagle of Soul“. Die späte Würdigung geschieht zu Recht. Inzwischen ist Bradley selbst im legendären Apollo Theater aufgetreten. Dort, wo er mit 14 sein Idol James Brown gesehen hatte. Mittendrin in seinem aktuellen Album fragt der bald 68-jährige Sänger: Ain’t It A Sin? Ist es nicht eine Sünde? Sicher. Vor allem ist es eine Sünde, Mr. Bradley nicht zuzuhören.

Konzert: Sonnabend, 9. April, 19.30 Uhr, Kulturhaus Astra in Berlin-Friedrichshain.

Von Ralf Thürsam

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