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Kultur Christiane Paul bringt „Death Watch“ mit
Nachrichten Kultur Christiane Paul bringt „Death Watch“ mit
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12:29 10.11.2015
 Christiane Paul kommt am Freitag ins Filmmuseum.   Quelle: Sascha Radke
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Potsdam

 Man muss sich das etwa so vorstellen: Der Teenie Christiane Paul schaltet sich durchs Nachtprogramm, bleibt beim medienkritischen Science-Fiction-Thriller „Death Watch – Der gekaufte Tod“ mit Romy Schneider und Harvey Keitel hängen, ist beeindruckt. Etliche Jahre später bringt die preisgekrönte Schauspielerin („Eltern“, „Doktorspiele“) und promovierte Medizinerin ihren Filmtrüffel dem Publikum im Potsdamer Filmmuseum mit. Die 41-Jährige ist am Freitag zu Gast in der von der Märkischen Allgemeinen Zeitung und Radio Eins präsentierten, monatlichen Reihe Cinéma privé.

Vor der Projektion plaudert sie mit dem Radio-Eins-Filmexperten Knut Elstermann über ihre Wahl. „,Death Watch’ ist nicht der klassische Lieblingsfilm, aber ein Film, der mich in jener Zeit geprägt hat – wie auch ,Die drei Tage des Condor’ oder ,Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss’“, erzählt die Berlinerin am Montag, bevor ihr Flieger gen Zürich zu Dreharbeiten abhebt. Gern hätte sie unterwegs auf dem Laptop ihr Eindrücke zu „Death Watch“ aufgefrischt – doch gibt es den Film nur auf Bluray, nicht auf DVD. 1980 gedreht, damals bei der Berlinale gezeigt und in Frankreich für fünf Césars nominiert, ist Bertrand Taverniers „Death Watch – Der gekaufte Tod“ trotz seiner stargespickten Besetzung (Max von Syow, Vadim Glowna, Bernhard Wicki, Robbie Coltrane) nie so recht durchgestartet, über die Jahrzehnte in Vergessenheit geraten. Obwohl der Film mehr denn je als kritischer Kommentar zu reißerischen Medien(formaten) funktioniert.

Cinéma privé

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 Die Geschichte spielt in einer Zukunft, in der nahezu alle Krankheiten besiegt sind und der Tod so selten wie sensationell geworden ist. Ein Sender will deren Siechtum live im Fernsehen zeigen. Reporter Roddy (Keitel), an dessen Sehnerven eine Miniaturkamera operiert worden ist, begleitet die unheilbar kranke Katherine (in einer ihrer letzten Rollen: Romy Schneider) auf Schritt und Tritt. Die Bestsellerautorin hat zunächst eingewilligt, sich beim Sterben filmen zu lassen. Das Kalkül der Produzenten der Show „Death Watch“: Je mehr Todesangst, desto höhere Einschaltquoten. Doch dann flüchtet Katherine vor ihrer Verpflichtung, Roddy folgt ihr und verliebt sich...

 Insbesondere das Ende hat bei Christiane Paul einen tiefen Eindruck hinterlassen. Katherine und Roddy verlassen den ihnen vorgegebenen Weg von Tod und Sensationshascherei. „Sie gelangen beide zu einer freien Entscheidung.“

Dieser Tage steht Christiane Paul in Zürich für die deutsch-schweizerische Kinokomödie „Der kleine Diktator“ vor der Kamera. Regisseur Dani Levy erzählt rund um die Hauptfigur Mimi von einer liebenswert chaotischen Patchwork-Familie, zu der Christiane Paul als Tante gehört. „Es ist toll, nach ,Väter’ wieder mit Dani zu drehen“, schwärmt die viel beschäftigte Schauspielerin. Sie gehört zu einem wunderbaren Ensemble unter anderem mit Katharina Schüttler, Peter Simonischek, Steffen Groth, Hannelore Elsner.

Cinéma privé, 13. November, 19 Uhr, Christiane Paul im Gespräch mit Knut Elstermann, anschließend „Death Watch – Der gekaufte Tod“. Kartenreservierung unter 0331/27181-12 oder per E-Mail ticket@filmmuseum-potsdam.de

Von Ricarda Nowak

Eine Veranstaltung von Radio Eins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg und der Märkischen Allgemeinen.

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