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13:05 24.08.2014
Tibetische Gebetsfahnen vor dem CCH in Hamburg. Quelle: Bodo Marks/dpa
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Hamburg

). "Dagegen müssen wir etwas tun. Der Frieden kommt nicht von Allah oder Buddha, sondern muss von den Menschen geschaffen werden." Bildung sei das Wichtigste, um Dialog herzustellen und somit eine friedliche Welt zu schaffen. Am Dienstag will der 79-Jährige über die Lage in Tibet sprechen.

Als Beispiel verwies der Dalai Lama auf die frühere Feindschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Das habe sich längst grundlegend geändert, und daraus sei das "wunderbare Konzept der Europäischen Union" entstanden. Das sei ein Schritt in die richtige Richtung, genauso wie die gemeinsame Währung in Europa. Kritisch äußerte er sich über deutsche Waffenlieferungen. Es sei traurig, dass Deutschland Waffen verkaufe, um damit Profit zu machen, mit denen dann andere Menschen getötet würden, sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter, das seit Jahrzehnten vor der Gefahr eines "kulturellen Völkermordes" in seiner Heimat warnt und zum Symbol des friedlichen Widerstandes wurde.

Als Ursache für die Kriege in der Welt sieht der Dalai Lama "fehlgeleitete Emotionen". Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 habe er dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush sein Beileid zum Ausdruck gebracht und ihm geraten, nicht mit Gewalt zu antworten. "Durch Gewalt wird immer nur noch mehr Gewalt hervorgerufen", meinte der 79-Jährige. Der Schlüssel für Frieden in der Welt sei Bildung und eine allgemeingültige Ethik, damit Mitgefühl, Toleranz und Gewaltlosigkeit Wut, Angst und Verzweiflung besiegen. "Aus diesem Verständnis heraus kann es eine Veränderung geben."

Es ist bereits der sechste Besuch des Friedensnobelpreisträgers in der Hansestadt. Am Sonntag hielt der Dalai Lama vor 5000 Anhängern einen Vortrag über einen alten indischen Text aus dem Mahayana-Buddhismus, der quasi als "Bibel des Buddhismus" gilt. "Ich bin nur ein kleiner Student des Mahayana-Buddhismus. Ich bin auch eher ein fauler Student, aber ich bin immer noch sehr daran interessiert, diese Texte zu studieren", sagte das Oberhaupt der Tibeter schmunzelnd. Als Zeichen der Gleichberechtigung der Frauen im Buddhismus holte er mit der Deutschen Kerstin Brummenbaum die erste Nonne zu sich auf die Bühne, die zum Geshe - geistlicher Gelehrter - ernannt wurde.

Am Montag will der Dalai Lama eine Ausstellung zum Thema "Tibet - Nomaden in Not" im Völkerkundemuseum besuchen. Am Dienstag spricht er unter dem Motto "... und was ist mit Tibet?" über die Situation in der seit 1950 zur Volksrepublik China gehörenden Himalaya-Region.

dpa

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