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Kultur Das Barberini: Ein Glücksfall für Potsdam
Nachrichten Kultur Das Barberini: Ein Glücksfall für Potsdam
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21:39 07.03.2018
Das Museum Barberini am Alten Markt im Herzen von Potsdam. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Mit der Kunst der Moderne hatte Potsdam bisher wenig im Sinn. Im Gegenteil. Die historischen Schlösser und Parkanlagen der Preußenkönige brachten der Stadt sogar den Ruf ein, die Kunst des Bürgertums zu verachten. Galerien, die mit Gegenwartskunst handeln, haben bisher einen schweren Stand.

Diese Ignoranz bekam vor allem das Fluxus-Museum auf dem Kulturstandort Schiffbauergasse zu spüren, das sich ebenfalls einer privaten Initiative verdankt. Die Touristen strömen zwar beständig in die Stadt, wollen aber am liebsten die Zeugnisse des Barocks und des Rokokos besichtigen und auch die Werke der Schinkel- und Lenné-Zeit. Aber schon der weltberühmte Einsteinturm von dem expressionistischen Architekten Erich Mendelssohn führt eigentlich nur ein Schattendasein.

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Ein Blick in die leeren Räume des Museums Barberini vor der Eröffnung.

So gesehen ist es ein geschickter Schachzug des Kunstsammlers Hasso Plattner, ein Gebäude aus der Barockzeit zu rekonstruieren, um im Herzen der Stadt die Wegbereiter der Moderne und sicher auch die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts auszustellen. Und da er nicht kleckert, sondern klotzt, spielt Potsdam plötzlich in der ersten Liga. Sogar mit Aussicht auf die Europa League.

Der Vergleich zum Fußball und zur TSG 1899 Hoffenheim ist nicht einmal zu weit hergeholt. Denn in beiden Fällen bewirkte der Reichtum, der den Unternehmensgründern der Software-Schmiede SAP beschieden war, wahre Wunder. In Sinsheim war es Plattners Mitstreiter Dietmar Hopp, der Millionenbeträge in die Hand nahm, um Tore schießen zu lassen. Hoffenheim behauptet sich bereits seit 2008 in der Bundesliga. Die Schmähungen, ein Retortenklub zu sein, zählen Jahr für Jahr weniger.

Auch an Potsdam wird sich Deutschland gewöhnen.

Von Karim Saab

Das Museum Barberini in Potsdams historischer Mitte wartet mit 18 Sälen für Kunst auf. Es ist auch städtebaulich ein Glücksfall für die Stadt, meint unser Autor. Bald ist Eröffnung. Hier die ersten Einblicke.

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