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Kultur Kartenverkauf für Lit:potsdam beginnt
Nachrichten Kultur Kartenverkauf für Lit:potsdam beginnt
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18:51 14.03.2019
Wird in Potsdam erwartet: Christoph Ransmayr. Quelle: Foto: Peter Geisler
Potsdam

Lit:potsdam startet heute den Vorverkauf für 15 Veranstaltungen im Mai. Das Literaturfestival findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt und wartet mit Schriftstellern wie Christoph Ransmayr, Karen Duve oder Alexa Hennig von Lange auf. Einen politischen Akzent setzt die sechstägige Veranstaltung vom 14. bis 19. Mai mit der Einladung von Robert Habeck, der vor seiner Karriere als Politiker Romane geschrieben hat. Der Bundesvorsitzende der Grünen wird mit Judith Schalansky („Verzeichnis einiger Verluste“) am 16. Mai im Potsdam Museum einen Dialog darüber führen, welche Dinge bewahrenswert sind und welche nicht.

Richard Gaul, der Vorsitzende des Trägervereins, betonte gestern: „Das Festival hat sich etabliert und zählt zu den wichtigsten im deutschsprachigen Raum und sogar darüber hinaus.“ Das Konzept und das Motto „Starke Worte. Schöne Orte“ würde auch bei den Autoren sehr gut ankommen, so der ehemalige Kommunikationschef von BMW, der heute bei Potsdam lebt.

Als „Writer in Residence“ wird in diesem Jahr dem Wiener Schriftsteller Robert Menasse ein roter Teppich ausgerollt. Sein Roman „Die Hauptstadt“ gewinne gerade im unmittelbaren Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament noch einmal an Aktualität, beteuerte die künstlerische Leiterin Karin Graf. Dass das Buch bereits im September 2017 erschienen ist und nach dem Deutschen Buchpreis starke Beachtung fand, wollte sie nicht als Makel gelten lassen. „Es geht nicht darum, neue Bücher zu promoten“, sagte sie. Das Festival setze eigene Themen.

Für die im Januar 2019 öffentlich scharf diskutierte Erfindung der proeuropäischen Zitate des CDU-Politikers Walter Hallstein, auf die Robert Menasse auch in seiner Essayistik zurückgegriffen hat, habe sich der Autor deutlich entschuldigt. In Potsdam wird er am 19. Mai auch bei einer Matinee im Hans-Otto-Theater mit seiner Halbschwester Eva Menasse zu erleben sein, die als Schriftstellerin in Berlin lebt.

Mit einem umfangreichen Programm für Kinder- und Jugendliche möchte das Festival auch gesellschaftliche Tiefenwirkung erzielen. „Im ersten Jahr haben wir versucht, die Schüler ins Palais Lichtenau zu locken. Diese Idee ging nicht auf. Heute gehen wir mit den Autoren in die Schulen und das läuft gut“, sagte Gaul. Zudem soll eine szenische Lesung am 16. Mai mit Theaterautoren aus Ländern wie Georgien, Russland und der Ukraine den Horizont in gefährdete Regionen öffnen.

Lit:Potsdam erhält von drei Landesministerien 45 000 Euro Förderung und von der Stadt Potsdam 35 000 Euro. Seine ehrenamtlichen Leistungen setzt der Verein, der 130 Mitglieder zählt, mit 80 000 Euro an.

Von Karim Saab

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