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Kultur Barberini zeigt im November Henri-Edmond Cross
Nachrichten Kultur Barberini zeigt im November Henri-Edmond Cross
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15:28 26.07.2018
Henri-Edmond Cross, Stierkampf, um 1891-1892, Privatbesitz. Quelle: Museum Barberini
Potsdam

Eigentlich hieß er Henri-Edmond Delacroix. Aber so ähnlich hieß schon ein anderer großer Maler – der Meister der französischen Spätromantik: Eugène Delacroix. Also nannte er sich ab 1883 Henri-Edmond Cross. Als Vertreter des Neoimpressionismus wurde er ein ähnlich bedeutender Künstler. Das Potsdamer Museum Barberini widmet dem Anarchisten und Wegbereiter des Expressionismus im November unter dem Titel „Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross“ eine große Überblicksausstellung.

Erste Retro seit 20 Jahren

Es handelt sich um die erste Retrospektive zum Schaffen von Henri-Edmond Cross, wie das Museum am Donnerstag in Potsdam mitteilte. Zuletzt waren Werke des Künstlers in einem vergleichbaren Umfang vor 20 Jahren im Musée de la Charteuse im nordfranzösischen Douai zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionismes in Giverny (Normandie) zeigt das Barberini vom 17. November bis zum 17. Februar 2019 rund 100 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus sämtlichen Werkphasen des Künstlers.

Vermittler zum Expressionismus

Henri-Edmond Cross (1856-1910) gilt mit seinen lichtintensiven zum Teil pointilistischen Bilder als Vermittler zwischen dem Impressionismus eines Claude Monets und dem Expressionismus von Henri Matisse. Sein Werk markiert eine entscheidende Etappe in der modernen Kunst auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als eigenständiges Gestaltungsmittel. In Deutschland wurde Cross schon früh gesammelt und als Vorreiter der Moderne anerkannt. „Cross’ frühe Rezeption in Deutschland war für uns ein entscheidender Aspekt bei der Umsetzung dieses Projekts. Viele Werke, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschem Besitz befanden oder auf Ausstellungen in Deutschland gezeigt wurden, kehren im Rahmen der Retrospektive hierher zurück“, so Museumsdirektorin Ortrud Westheider.

Von Mathias Richter

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