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Kultur „Das Schwulsein ist nur ein Teil von mir“
Nachrichten Kultur „Das Schwulsein ist nur ein Teil von mir“
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12:07 04.03.2016
Melancholie pur: Scott Matthew spielt am Sonnabend in Potsdam. Quelle: Michael Mann
Potsdam

Der australische Singer-Songwriter Scott Mathews kommt am Sonnabend nach Potsdam. Wir haben mit ihm vorab gesprochen.

Sie haben im vergangenen Jahr bereits in Potsdam gespielt – was führt Sie so schnell zurück?

Scott Matthew: Ich kenne niemanden, der Potsdam nicht liebt. Auf das Konzert freue ich mich ganz besonders. Vor einigen Jahren haben mich mal meine Eltern auf Tour begleitet – da habe ich auch im Waschhaus gespielt. Bei ein paar Songs kam mein Vater sogar auf die Bühne und hat mitgespielt. Das war magisch.

Singer-Songwriter

Der Singer-Songwriter Scott Matthew stammt aus Australien und lebt in New York. Er wurde bekannt durch seine Songs für den Kinofilm „Shortbus“ (2006).

Besondere Beachtung fand auch das ungewöhnliche Cover-Album „Unlearned“ (2013). Dance-Hits wie „I wanna Dance with Somebody“ von Whitney Houston interpretiert Scott Matthew auf seine ganz eigene melancholische Art.

Seine diesjährige Europa-Tour zu dem Album „This Here Defeat“ führt ihn nach England, Belgien, Italien, in die Schweiz und in lediglich zwei deutsche Städte. Das Konzert am Samstag im Waschhaus Potsdam beginnt um 20 Uhr. Die Karten kosten 25 Euro an der Abendkasse.

Sie haben in Potsdam und Berlin viele Freunde, zum Beispiel das Pop-Duo Rosenstolz.

Matthew: Die kamen auf meiner allerersten Deutschland-Tour zu mir und sagten, dass sie meine Musik mögen. Das hat mir geholfen, bekannter zu werden, die beiden waren auch eine moralische Stütze. Sie wollten einen Song von mir verwenden, der ursprünglich „German“, also „Deutsch“, heißt. Den Gesang habe ich mit Rosenstolz in einem Studio in Berlin aufgenommen.

Warum covern Sie eigentlich so gerne fröhliche Tanznummern und machen daraus todtraurige Songs?

Matthew: Die Idee meines Cover-Albums war es, Songs zu spielen, die ich gerne mag, aber in denen ich eine ganz eigene Wahrheit erkenne.

„I Wanna Dance With Somebody“ von Whitney Houston ist also gar kein fröhlicher Dance-Hit?

Matthew: Es ist ein wundervoller Pop-Song, aber keiner versteht die Tragik darin. Der Text ist intensiv, es geht um Sehnsucht und Isolation. Whitney Houston war sich der Tragik bestimmt bewusst, aber sie war ein Popstar und konnte die Emotionen nicht so zulassen, wie ich es in meiner Musik kann.

Gibt es Ihnen nicht zu denken, dass selbst Dance-Songs deprimierend wirken, wenn Sie sie singen?

Matthew: Vor der Arbeit am aktuellen Album habe ich mich wirklich gefragt - warum ist jeder meiner Songs von Melancholie durchtränkt? Ich wurde fast paranoid und dachte ans Aufhören, ich hatte Angst, alles von mir preiszugeben. Ich galt immer als der traurige Typ, und das hatte ich satt.

Wie haben Sie die Kurve gekriegt?

Matthew: Ich realisierte, dass ich liebe, was ich tue. Es ist mir wichtig, auch Sentimentalität in Musik auszudrücken. Das kann ich gut und es macht mir Spaß.

In einem Song singen Sie vom „place where we can grief“ – also vom Ort, an dem wir trauern können. Ist das die Bühne?

Matthew: Absolut, ausgerechnet vor so vielen Leuten kann ich ich selbst sein. Konzerte wirken wie eine Therapie. Da darfst du fühlen, was du fühlst. Aber ich will natürlich meine Fans nicht deprimieren. Auch melancholische Musik kann glücklich machen. Ich bin kein trauriger Mensch. Auf der Bühne mache ich ja auch Witze, ich will den Menschen ein Freund sein.

Um Liebe und Freundschaft geht es auch in Ihren Musikvideos. Gleichgeschlechtliche Paare küssen und streicheln sich darin. Ist das als politischer Appell gemeint oder einfach Zufall?

Matthew: So ein Video entsteht nicht unbewusst. Ich glaube fest an die Gleichheit der Rechte für alle Menschen. Es ist ein Teil meiner Realität.

Andererseits sagten Sie in einem

Matthew: Das Schwulsein ist nur ein Teil von mir, am liebsten werde ich einfach als Sänger und Songwriter wahrgenommen. Mir geht es auch nicht darum, irgendjemand meine Botschaft zur Geschlechtergerechtigkeit aufzudrängen.

Von Maurice Wojach

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