Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Debütanten mit Trip in die Unendlichkeit

MAZ-Konzerttipp Debütanten mit Trip in die Unendlichkeit

Kaum zu glauben, was für einen Klang-Kosmos dieses Trio aus London entwickelt. Desert Mountain Tribe haben ein unverschämt gutes Debütalbum rausgehauen. Greifen zwar nicht nach den Sternen, aber auf „Either That Or The Moon“ zumindest nach dem Mond. Der Dreier erkundet Space-Rock und Artverwandetes.

Voriger Artikel
Die Pop-Pioniere: Warum Radiohead so wichtig sind
Nächster Artikel
"Buuuh!" - Wenn Opernbesuchern der Kragen platzt

Trio aus London: Desert Mountain Tribe.

Quelle: Promo

Potsdam. Es ist ein Blick in den Abgrund, den Desert Mountain Tribe da werfen. Ein kosmischer Abgrund, in dem Planeten von Sonnen verschlungen werden. In dem es irgendwo Leben gibt, das beständig entsetzlichen Gefahren ausgesetzt ist. Wo Hoffnung keimt und erstarrt – wie in der Eiseskälte des Alls. Das Trio aus London, das aus dem deutschen Brüdern Philipp und Felix Jahn sowie Jonty Balls besteht, bieten Bass, Drums und Gitarren, um auf ihrem Album „Ether That Or The Moon“ kolossale Sound-Monster von der Leine zu lassen. Das Trio schnappt sich seine Instrumente und begibt sich auf einen Trip, der die Gewalten entfesselt. Lärmend bis brachial, dann wieder flirrend und gleitend. Nun sind Space-Rock und seine nahen Verwandten aus hart rockenden und psychedelischen Gefilden ja beileibe keine Erfindungen des 21. Jahrhunderts. Desert Mountain Tribe stellen zwar den Bezug zur stolzen Ahnenreihe aus Hawkwind und Monster Magnet her, finden indes mit drei bis zehn Minuten langen Stücken ihre eigene Stimme. Dramatische Effekte werden genüsslich inszeniert. Mit Sitar-Drones, sich wiederholenden Mustern, stoischem Getrommel. Und wie schwarze Löcher Materie verschlucken, so saugt der Dreier auch musikalische Ideen auf, die eher im dunstig verhangenen Umfeld von Bands wie Joy Division oder Slowdive zu finden sind. So treiben die Debütanten in einem Klang-Kosmos, der jung und alt zugleich wirkt.

Konzert: Dienstag, 10. Mai, 21 Uhr, Bassy Club in Berlin-Prenzlauer Berg.

Von Ralf Thürsam

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
www.esprit.de
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?