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Kultur Debütanten mit Trip in die Unendlichkeit
Nachrichten Kultur Debütanten mit Trip in die Unendlichkeit
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08:25 09.05.2016
Trio aus London: Desert Mountain Tribe. Quelle: Promo
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Potsdam

Es ist ein Blick in den Abgrund, den Desert Mountain Tribe da werfen. Ein kosmischer Abgrund, in dem Planeten von Sonnen verschlungen werden. In dem es irgendwo Leben gibt, das beständig entsetzlichen Gefahren ausgesetzt ist. Wo Hoffnung keimt und erstarrt – wie in der Eiseskälte des Alls. Das Trio aus London, das aus dem deutschen Brüdern Philipp und Felix Jahn sowie Jonty Balls besteht, bieten Bass, Drums und Gitarren, um auf ihrem Album „Ether That Or The Moon“ kolossale Sound-Monster von der Leine zu lassen. Das Trio schnappt sich seine Instrumente und begibt sich auf einen Trip, der die Gewalten entfesselt. Lärmend bis brachial, dann wieder flirrend und gleitend. Nun sind Space-Rock und seine nahen Verwandten aus hart rockenden und psychedelischen Gefilden ja beileibe keine Erfindungen des 21. Jahrhunderts. Desert Mountain Tribe stellen zwar den Bezug zur stolzen Ahnenreihe aus Hawkwind und Monster Magnet her, finden indes mit drei bis zehn Minuten langen Stücken ihre eigene Stimme. Dramatische Effekte werden genüsslich inszeniert. Mit Sitar-Drones, sich wiederholenden Mustern, stoischem Getrommel. Und wie schwarze Löcher Materie verschlucken, so saugt der Dreier auch musikalische Ideen auf, die eher im dunstig verhangenen Umfeld von Bands wie Joy Division oder Slowdive zu finden sind. So treiben die Debütanten in einem Klang-Kosmos, der jung und alt zugleich wirkt.

Konzert: Dienstag, 10. Mai, 21 Uhr, Bassy Club in Berlin-Prenzlauer Berg.

Von Ralf Thürsam

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