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Kultur Der Fahrersitz als Fernsehcouch?
Nachrichten Kultur Der Fahrersitz als Fernsehcouch?
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15:22 24.10.2017
Will Ferrell Quelle: dpa
München

Wenn das Auto sich in Zukunft selbst fährt, hat der Mensch mehr Zeit für andere Dinge. Sich langweilen, das Auto wegen seines Fahrstils beschimpfen und sowas halt. Selbst das Handy, das die Polizei doch bislang so gern aus dem Straßenverkehr verbannen würde, könnte eine Renaissance erleben. Zumindest, wenn es nach dem Vodafone-Deutschland-Chef, Hannes Ametsreiter, geht.

„Wenn die Fahrzeit zur Freizeit wird, wird der Fahrersitz zur Fernsehcouch“, prophezeite er am Dienstag. Der Fahrer werde künftig viel Zeit für Medien haben, vor allem für Videos. Gerade noch wurde das Bußgeld fürs Telefonieren am Steuer fast verdoppelt, schon wird eine neue Kultur des Autofernsehens ausgerufen. Die Begriffe „mobile Mediennutzung“ und „Roadmovie“ bekommen so eine ganz neue Bedeutung.

Es sind jedoch längst nicht alle so euphorisch wie der Vodafone-Chef, wenn es um die Allgegenwart des Smartphones geht. US-Schauspieler Will Ferrell macht sich dafür stark, wenigstens beim gemeinsamen Essen mit der Familie aufs Handy zu verzichten.

Auf mehreren Videos ist er in der Rolle eines Vaters zu sehen, der immer aufs Display blickt. Hinter der Aktion steckt die gemeinnützige US-Organisation Common Sense Media. Zum gesunden Menschenverstand könnte es vielleicht auch gehören, den Blick doch lieber auf die Straße gerichtet zu lassen. So eine Fahrbahnstrecke in Bewegung ist doch – die Eisenbahnnachtfahrten zeigen es – schon ein spannender Film für sich.

Von Nina May/RND

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