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Kultur Zum Tod des Grafikers Ralf Hentrich
Nachrichten Kultur Zum Tod des Grafikers Ralf Hentrich
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00:23 30.11.2018
Der Grafiker Ralf Hentrich. Quelle: Foto: Margot Schöning
Altglobsow

Die Nachricht, dass ihm in diesem Jahr der Losito-Kunstpreis zuerkannt wird, hat Ralf Hentrich noch erreicht. Um die Auszeichnung hatten sich fast 200 Künstler aus Berlin und Brandenburg beworben. Der Grafiker lebte in Altglobsow, wo er sich mit eigenen Händen ein Haus mit Druckerwerkstatt errichtet hat. Er wurde nur 53 Jahre alt.

Es bleiben seine kleinformatigen Radierungen, aus denen sein archaisches Naturempfinden und seine Heimatliebe sprechen. Hentrich liebte diese leere Landschaft im Norden des Landkreises Oberhavel, in der jeder windflüchtige Baum ein eigenwilliges Zeichen darstellt.

Geboren und aufgewachsen in Zehdenick, erlebte Hentrich die Schlote der Ziegeleien noch rauchend. Die Rundöfen, die Tonerde, das Feuer, die Glasuren faszinierten ihn. In den 1990er Jahren wohnte er in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Ziegeleien in Mildenberg, die damals stillgelegt und als Museumspark konserviert wurden. Frank Stege, heute Amtsdirektor in Gransee, kannte ihn aus dieser Zeit und sagt rückblickend über Hentrich: „Er war ein hochanständiger Mann mit Weitsicht, stets zurückhaltend, ein Märker in bestem Sinne.“

Zum SED-Staat suchte Hentrich die größtmögliche Distanz. Er wählte eine Randexistenz, um sich nicht zu kompromittieren, verbrannte seinen Wehrdienstausweis, was er rückblickend aber nicht stilisieren wollte: „Das hatte nicht viel mit Widerstand zu tun, ich wollte mit diesem System einfach nichts zu tun haben“, sagte er einem Journalisten der Märkischen Oderzeitung. Die verlieh ihm 2014 den Brandenburgischen Kunstpreis.

Nach kurzer heftiger Krankheit starb Hentrich einen Monat nach der Krebsdiagnose. Er wurde am Montag beerdigt.

Von Karim Saab

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