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16:33 09.05.2016
Hinter Douglas Firs verbirgt sich Gertjan Van Hellemont aus Gent. Quelle: Anton Coene
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Potsdam

Dirk und Douglas – ein Doppel, das für einen erfreulichen Mai-Abend sorgen wird. Dirk Darmstaedter kennt man noch aus der MTV-Ära, als er mit den Jeremy Days fluffigen Pop machte. Stilvoll solistisch ist der 51-Jährige nun schon eine ganze Weile unterwegs. Gerade hatte der einstige Mitbegründer der vielseitigen Tapete Records, auf dem unter anderen Naked Lunch, Erdmöbel oder Niels Frevert erschienen, eine weitere Platte vorgelegt. Auf „Beautiful Criminals“ gibt sich Hamburger geschmackvoll, akustisch, melancholisch und weiterhin liebenswert.

Exporte wie The Black Box Revelation, dEUS oder Triggerfinger aus dem benachbarten Belgien genießen hier längst einen guten Ruf. Ohne Komplikationen reiht sich Douglas Firs hier ein. Unter diesem Namen musiziert Gertjan Van Hellemont. Jüngst brachte der Wuschelkopf aus Gent seine zweite Platte „The Long Answer Is No“ heraus. Daheim nennen sie ihn den flämischen Cowboy. Das passt, weil Douglas ein feinnerviger und bestinformierter Musikant und Liebhaber einer grandios kosmischen und warmherzigen Verbindung von Rock, Country und Folk ist. Weshalb man ihm eine Nähe zu Gram Parsons oder gar den Jayhawks nachrühmt. Nicht zu reden von den butterweichen, von Fernweh und Melancholie aufgeladenen Balladen. Akkurat, glutvoll und grazil.

Und, dass Douglas Firs in Chicago bis ins Wilco Loft vorstieß, wo das Album von Tom Schick, der für Wilco und Ryan Adams einiges geregelt hatte, abgemischt wurde, spricht für ein sehr gesundes Selbstbewusstsein. Firs hatte eine Mail hingeschickt. Gefallen muss es den Jungs ja wohl haben.

Konzert: Dienstag, 10. Mai, 19 Uhr, Auster Club in Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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