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Gags abseits von Pipi-Kacka-Witzen

Comedian Marek Fis bei 14. Potsdamer Feuerwerker-Sinfonie Gags abseits von Pipi-Kacka-Witzen

Was haben Karneval und Kirche gemeinsam? „Schlechte Musik, seltsame Kostüme und es wird gefummelt“ – mit Gags wie diesen brachte der polnische Comedian Marek Fis bei der 14. Feuerwerker-Sinfonie im Volkspark sein Publikum zum Toben.

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Der polnische Comedian Marek Fis begeisterte im Volkspark.

Quelle: Christel Köster

Bornstedt. Gag-Feuerwerk auf der Comedybühne: „Bei Russland und den Menschenrechten ist es wie im Swingerclub – alles kann, nichts muss." „Ich hab’ ein Buch über Humor im Islam gekauft. Hat eine Seite, und die ist leer.“ „Deutsche haben keinen Humor? Stimmt nicht – wer Ursula von der Leyen zur Verteidigungsministerin macht...“ Wer Marek Fis noch nicht aus dem „Quatsch Comedy Club“ oder der TV-Sendung „Standup-Migranten“ kannte, lernte ihn bei der 14. Feuerwerker-Sinfonie mal so richtig kennen. Und wurde gleich Fan.

Der polnische Comedian mit der deutschen Kodderschnauze (bei Bedarf sogar auf Sächsisch!) hat an beiden Abenden, bevor die Pyro-Spektakel begannen, das Publikum zum Toben gebracht. Bei dem 31-Jährigen – nur stilecht in rotem Polska-T-Shirt und grauer Joggingbüx – kommt niemand ungeschoren davon. Russen, Muslime, die Polen sowieso: „Wir waren auch bei der Fußball-WM – und haben Zigaretten verkauft.“

Am Sonnabend hat sich herumgesprochen, dass Marek Fis nicht einfach nur wahnsinnig lustig ist, sondern zu jenen Humoristen gehört, die weit mehr können als Pipi-Kacka-Witze zu reißen. Obwohl man Fis auch mal – zumindest gedanklich – auf die Toilette folgte. „Ihr habt zweilagiges Klopapier? Ist eine Kopie für den NSA?“ Herrlich. Immer mehr Publikum scharte sich im Volkspark um den „zwangskatholischen“ Polen. „Das letzte Mal, das so viele Deutsche vor mir standen, war bei einem SEK-Einsatz.“ Erlebnisse mit der Polizei kehren während des munteren Programms „Ein Pole packt ein/Aus“ immer wieder. „Alkoholkontrolle? Gern! In welcher Kneipe denn?“. Fis feuert seine Gags im Sekundentakt ab, es schmerzen die Lachmuskeln, es graben sich die Lachfältchen ein.

Wunderbare Steilvorlagen bietet Fis auch unser TV-Unwesen samt seiner Z-Prominenten wie Claudia Effenberg: „Die Ex-Frau von Stefan Effenberg – so einen Beruf kennen wir in Polen nicht.“ Großartig. Das RTL-“Dschungelcamp“ mit halbbekannten Insassen? Für den Comedian ein „Insolvenzcamp: Die elf Leute, die da einziehen, haben mehr Schulden als ganz Griechenland.“ Und die voluminöse Comedy-Kollegin Cindy aus Marzahn – „so was würde man bei uns in Polen in die Geisterbahn stellen“. Seine Gage wolle Fis übrigens spenden – an „Menschen mit psychischen Problemen, also an die Fans von Hertha BSC“.

Von Ricarda Nowak

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