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Kultur Der vierte Berlin-Krimi von Rainer Wittkamp
Nachrichten Kultur Der vierte Berlin-Krimi von Rainer Wittkamp
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00:17 20.05.2016
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Potsdam

Das Leben geht manchmal verschlungene Wege.  Es passiert auch, dass sich die Ereignisse gleichzeitig überschlagen. Das Finale im Krimi „Stumme Hechte“ bringt jedenfalls in zwei dunkle Fälle Licht. Und erst zum Schluss klärt sich die spannende Frage, ob der Tod eines Kriminaldirektors und die Entführung der Stieftochter des ermittelnden Kommissars miteinander verquickt sind.

Zum vierten Mal schickt der Berliner Krimiautor Rainer Wittkamp den liebenswerten Martin Nettelbeck ins Rennen. Privat läuft bei dem Liebhaber der Jazz-Posaune alles bestens, auch wenn der er gerade unter einer Sommergrippe leidet. Mit seiner Flamme, der schwarzhäutigen Philomena, und deren Kindern versteht er sich prächtig. Und im Dienst freut sich der alte Haudegen über die Rückkehr seiner Chefin, die ihren Mann zu Tode pflegen musste.

Schon auf der ersten Seite erfährt der Leser, dass die Kugel, die einen Camper am Krossinsee im Südosten Berlins niederstreckte, nicht bestellt war. Die Figuren im Buch tappen aber noch 100 Seiten im Dunklen und rechnen damit, dass es Selbstmord war.

Der Tote gehörte zu einem Kleeblatt von Kriminaldirektoren, die sich seit der Polizeiführungsakademie regelmäßig privat treffen. Kommissar Nettelbeck muss also die Chuzpe aufbringen, auch gegen drei höher gestellte Fachkollegen zu ermitteln.

Wittkamp stattet eine Vielzahl von Haupt- und Nebenfiguren mit einprägsamen Charakterzügen aus. Geschickt webt er Berlin-Kolorit und Campingplatz-Flair in die Handlung und greift auch Themen wie die Manipulation durch Internet-Trolle, Bauskandale und Pro-Asyl-Initiativen auf.

Rainer Wittkamp liest aus „Stumme Hechte“: Donnerstag, 19 Uhr, MAZ-Medie Store, Friedrich-Ebert-Straße 85/86.

Von Karim Saab

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