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Kultur Deutsche wohl chancenlos bei Literaturnobelpreis
Nachrichten Kultur Deutsche wohl chancenlos bei Literaturnobelpreis
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13:02 13.10.2016
Der Literaturnobelpreis wird von der Schwedischen Akademie in Stockholm verliehen Quelle: dpa
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Stockholm

Als letzter der sechs Nobelpreise wird an diesem Donnerstag in Stockholm der Literaturpreis 2016 vergeben. Klare Favoriten gibt es in diesem Jahr nicht. Spekulationen ranken sich vor allem um Romanciers, die auch in den Vorjahren schon als heiße Kandidaten galten: Auf der Liste ganz oben stehen der Kenianer Ngugi wa Thiong'o, der Japaner Haruki Murakami und der US-Amerikaner Philip Roth.

In Online-Wettbüros wie „Ladbrokes“ taucht auch der exil-syrische Dichter Adonis auf, der aber wegen seiner politischen Haltung umstritten ist. Aus Sicht vieler Kritiker hat sich Adonis zu wenig vom Assad-Regime distanziert.

Auch Jon Fosse ist ein Anwärter

Als Anwärter auf den Literaturnobelpreis wird zudem der norwegische Dramatiker Jon Fosse genannt, dessen Sprache als karg, kraftvoll und poetisch gerühmt wird.

Dass ein deutschsprachiger Schriftsteller neuer Nobelpreisträger wird, halten Experten für eher unwahrscheinlich. Bislang ist der Nobelpreis für Literatur dreizehn Mal in den deutschsprachigen Raum gegangen, zuletzt 2009 an Herta Müller.

2015 ging die weltweit höchste Literaturauszeichnung an die weißrussische Journalistin und Autorin Swetlana Alexijewitsch.

In der vergangenen Woche hatten Jurys in der schwedischen Hauptstadt schon Preisträger in Medizin, Physik und Chemie gekürt. In Oslo hatte das norwegische Nobelkomitee den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos als diesjährigen Friedensnobelpreisträger präsentiert.

Der Literaturnobelpreis wird von der Schwedischen Akademie in Stockholm verliehen. Die Auszeichnung ist mit acht Millionen Schwedischen Kronen dotiert (etwa 830.000 Euro). Die Verleihung aller Nobelpreise findet am 10. Dezember statt.

Von RND/dpa/zys/epd

Ausgerechnet am Tag der Vergabe des Literatur-Nobelpreises wird der Tod eines früheren Preisträgers bekannt: Der italienische Autor Dario Fo ist mit 90 Jahren gestorben.

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Studio Babelsberg begrüßt zwei große Produktionen: Jetzt haben die Dreharbeiten für den Science-Fiction-Thriller „Mute“, den der Duncan-Jones-Sohn Duncan Jones verfilmt. Am 17. Oktober fällt in Babelsberg die erste Klappe zu Dennis Gansels Bestsellerverfilmung „Jim Knopf“.

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